Chronik

Zwei Staatspreise für Architektur gehen nach Salzburg

Die Jury hat das neue Justizgebäude in Salzburg und die neue Volksschule in Hallwang ausgezeichnet. Die Experten prüften 50 Projekte aus ganz Österreich. 17 davon kamen auf die "Shortlist". Acht wurden mit Staatspreisen "geadelt".

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus hat am Montag die Staatspreise für Architektur und Nachhaltigkeit vergeben. Zwei der acht Preise gehen nach Salzburg - an das Wiener Architekturbüro Franz&Sue für den Umbau und die Sanierung des Salzburger Justizgebäudes sowie an die LP architektur ZT GmbH aus Altenmarkt für die neue Volksschule in Hallwang.

Justizgebäude erhielt ein völlig neues, modernes Kleid

Der Umbau und die Sanierung des Justizgebäudes war nach rund dreijähriger Bauzeit Ende 2018 abgeschlossen worden. Der Projekt hatte die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) in Auftrag gegeben. Abseits eines neuen, Y-förmigen Neubaus blieben die historische Gebäudestruktur als auch das äußere Erscheinungsbild des Bestandes aus Denkmalschutzgründen nahezu unverändert. Im Neubau wurde der Eingang samt Sicherheitsschleuse, das Justiz-Servicecenter und Verhandlungssäle untergebracht. Ein Atrium mit Glasdach sorgt für viel Tageslicht und freundliche Atmosphäre im Bereich der Verhandlungssäle und erleichtert die Orientierung. Großzügig angelegte Fensterflächen und Holzverkleidungen erzeugen einen positiven Raumeindruck und bringen viel natürliches Licht ins Innere. Neu hinzugekommen ist ein Dachterrassen-Café für Mitarbeiter und Besucher mit Blick auf die Festung Hohensalzburg.

Die neue Volksschule besticht durch schlanke Technik und viel Raum

Schlanke Technik, viel Raum. So lautet die Kurzbeschreibung der Fachjury für die neue Volksschule in Hallwang. Das Gebäude sei emotional ansprechend und haustechnisch optimiert - und sei damit bestens für die Anforderungen der Zukunft gerüstet, heißt es. Architekt Tom Lechner wählte eine Hybridbauweise, bei der das Erdgeschoß und der tiefer gelegte Turnsaal aus Stahlbeton und das Obergeschoß in Holzbauweise errichtet sind. Die Schule wurde im Herbst 2017 eingeweiht.

Fünf der acht Staatspreise gehen nach Wien

Fünf Staatspreise gingen nach Wien - unter anderem für die Erweiterung der Universität für Bodenkultur (Türkenwirtgebäude), den Bau des Bildungsquartiers in der Seestadt Aspern, ein Ensemble am Hannah-Arendt-Park sowie die Sanierung eines Gründerzeitgebäudes samt Dachgeschoßausbau (Mariahilfer Straße 182) und die Sanierung des ehemaligen Dorotheum-Gebäudes in Wien-Fünfhaus. Über die Auszeichnung darf sich auch die Gemeinde Lauterach (Vorarlberg) freuen - für den Neubau und die Adaptierung der Volksschule Dorf.

Quelle: SN

Aufgerufen am 01.12.2020 um 10:02 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/zwei-staatspreise-fuer-architektur-gehen-nach-salzburg-77030374

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