Kultur

Alles bleibt anders in der ARGEkultur

Unter das Motto "Sicher lustig" hat die ARGEkultur ihre Kabarettschiene für 2021 gestellt. Ob aber zum Auftakt das Festivals Motzart in knapp zwei Wochen eröffnet werden kann?

Maskottchen mit Trump-Frisur: Das Kabarettfestival MotzArt will heuer die Trennlinien zwischen, Fakten, Fake und Fiktion aufspüren. SN/argekultur/helmut hütter
Maskottchen mit Trump-Frisur: Das Kabarettfestival MotzArt will heuer die Trennlinien zwischen, Fakten, Fake und Fiktion aufspüren.

Die gute Nachricht: Zwei Programmpunkte werden sicher zu erleben sein. Ein Diskussionsformat mit Kabarettpreisträger Hosea Ratschiller und Medienkunstprojekt "Pythia" wird es in einer Onlinevariante geben.

Die weniger gute: Weil aktuell nicht absehbar ist, wann und zu welchen Bedingungen der Kulturbetrieb wieder starten kann, erscheint eine Verschiebung derzeit wahrscheinlich. Die Entscheidung halte man sich vorerst noch offen, sagte Sebastian Linz, der künstlerische Leiter der ARGE, beim Pressegespräch am Mittwoch. Im Zweifelsfall sollen die Termine einzeln nachgeholt werden, "als eine Art Pop-up-Festival" in einem Jahresprogramm, das mit mehr als 300 geplanten Veranstaltungen trotz aller Coronaungewissheiten reichhaltig angelegt ist.

Das Jahresmotto "Bleibt alles anders" schreibt freilich auch den Modus fort, den das Jahr 2020 Kulturbetrieben aufzwang: 170 Veranstaltungen wurden in der ARGE verschoben oder abgesagt. Dennoch sei dank Förderzusagen und Unterstützungsmaßnahmen eine ausgeglichene Bilanz gelungen, sagte Linz.

Bild: SN/argekultur/hanna inreiter
„Das Netz hat für uns eine Option eröffnet.“
Sebastian Linz, künstlerischer Leiter der ARGEkultur.

2021 will die ARGEkultur unter anderem ihre 40-jährige Geschichte nicht nur spiegeln, sondern in einem Buchprojekt die Frage stellen, "wie Kulturarbeit künftig aussehen kann", erläuterte Theresa Seraphin.

In der Coronakrise habe das Haus mit einem neuen Ticketsystem und Onlineformaten Digitalisierungsschritte gesetzt. Beim "Open Mind"-Festival im Herbst hätten die ins Netz verlegten Performances auch eine neue Reichweite gebracht, sagte Sebastian Linz: "Wir hatten Besucher aus Berlin oder aus der Schweiz." Auch 2021 werde das Festival ein zentraler Punkt im Jahresprogramm sein, das zwischen Performance und Theater, Musik und Diskurs breit aufgestellt ist. Die Sparte der Konzerte sei im Coronamodus besonders schwierig zu planen, weil Auftritte von Bands oft mit deren Tourplänen stünden und fielen. Der Verlust der Live-Zusammenkunft, der in der Coronakrise oft beklagt wird, sei in der Programmarbeit der ARGE indes nicht immer eine Hürde: "Wir denken bei unseren Projekten mehr in Themen und Inhalten als in Formaten, das Netz hat für uns da auch neue Optionen eröffnet."

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