Kultur

Amselsingen: Das Baby hat Vorrang

Das Amselsingen steht ins Haus. Am Samstag in Bischofshofen fehlt Teresa Rettensteiner von den Barbarazweigerln aus gutem Grund.

Amselsingen: Das Baby hat Vorrang SN/heinz bayer
Die Barbarazweigerl: Lydia Weiß (Harfe), Barbara Reiter, Barbara und Teresa Rettensteiner (v.l.). Teresa erwartet ein Baby.

Im Pongau und auch im Pinzgau sagt man "Fuchs passen", wenn es auf einen Geburtstermin zugeht. Im Hause Rettensteiner in Pfarrwerfen wird derzeit ganz heftig "gepasst". Denn Teresa Rettensteiner erwartet ihr erstes Baby. Sie singt und spielt Oboe bei der wirklich bezaubernden Familienmusik namens Barbarazweigerl. Gemeinsam mit ihrer Mutter Barbara Rettensteiner (Geige) und ihren Schwestern Barbara Reiter (Gesang, Querflöte) und Lydia Weiß (Gesang, Harfe) gewann sie heuer den Volksmusikpreis der "Salzburger Nachrichten". Und damit auch einen Auftritt beim Amselsingen.

Aber: Der vorausgesagte Geburtstermin ist der 16. Oktober. Also genau eine Woche nach dem Amselsingen. Das findet kommenden Samstag, 8. Oktober, in der Wielandner-Halle in Bischofshofen statt.

Weil aber nicht nur auf den Mond und auf andere Umstände während der letzten Wochen einer Schwangerschaft zu achten ist, sondern auch jede Aufregung vermieden werden sollte, verzichtet Theresa auf ihren Auftritt.

Ganz offensichtlich will sie eben nicht die Erste sein, die auf der Bühne ein Buzzerl bekommt. Und das akkurat beim wichtigsten volksmusikalischen Ereignis des Jahres . . .

Deshalb wird ihre Schwester und Harfistin Lydia Weiß gesanglich für Teresa einspringen. Und die werdende Mama vielleicht ja als Gast beim Amselsingen dabei sein.

Das Dreigespann Martina Mayr, Caroline Koller und Klaus Vinatzer ist seit vergangenem Jahr für die Programmierung und die Organisation des Bischofshofener Amselsingens zuständig. Die drei stellten die Veranstaltung heuer unter das Motto: "Begegnungen".

Caroline Koller erzählt: "Es sind ausgewählte Gruppen dabei, die mit ihren Stimmen und Instrumenten besondere musikalische Begegnungen erwarten lassen. Begegnungen über geografisch und historisch bedingte Grenzen hinweg."

So trifft Tirol auf Kärnten, trifft Bayern auf Niederösterreich und Salzburg auf die Steiermark.

Koller: "Es geht uns darum, Begegnungen möglich zu machen, die das Publikum berühren und mit den Mitwirkenden auf besondere Weise verbinden." Und Martina Mayr ist sich mit Klaus Vinatzer einig: "Wir dürfen uns auf bodenständige Tanzlmusik, unverwechselbare Sing- und Musizierweise, auf feine Saitenmusik, erdigen Bläserklang und auf die Sieger des diesjährigen Volksmusikpreises der ,Salzburger Nachrichten' freuen."

Jedenfalls werden "kostbare musikalische Begegnungen" in Aussicht gestellt, "die auch das Amselsingen 2016 wieder einzigartig machen".

Bleibt nur die Frage: Wird's ein Mädchen oder ein Bub bei der Teresa? Barbara Rettensteiner, die Oma, sieht es völlig gelassen. Denn ob Dirndl oder Bua: Es wird ihr zwölftes Enkerl werden.

Amselsingen Bischofshofen
Samstag, 8. Oktober, 20 Uhr

(Einlass 19 Uhr), Hermann-Wielandner-Halle; Karten bei allen

Ö-Ticket-Verkaufsstellen und allen Raiffeisenbanken, unter www.oeticket.com und der Ticket-Hotline 06462/2801-48. Er singen und musizieren: Ö-Streich (NÖ, W); Höllbergmusik (Salzburg); Göllwurz'n Musi (Bayern), da 8-Gsong (Kärnten), Fuchsbartl Banda (Stmk.), Tiroler Wirtshausmusi; Familienmusik Hoffmann (Bayern) und die Barbarazweigerl (Pfarrwerfen).

Aufgerufen am 22.10.2018 um 11:51 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/amselsingen-das-baby-hat-vorrang-1008358

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