Kultur

Amselsingen in Bischofshofen begeisterte das Publikum

Begegnungen: In Bischofshofen sprang der Funke zwischen Publikum und Bühnenakteuren über.

Singen und Musizieren, das wusste der Bischofshofener Arzt Cassio Castelpietra, stärkt nicht nur die Harmonie in Familie und Gesellschaft. Singen und Musizieren wirkt sich prophylaktisch auch signifikant positiv auf die Gesundheit des Menschen aus.

Also erfand er 1960 mit dem damaligen Bürgermeister Hermann Wielandner das Bischofshofener Amselsingen. Die bekannteste und inzwischen traditionsreichste Veranstaltung zur Pflege des echten, bodenständigen Volksliedes im Land Salzburg war geboren.

Am Samstag war es wieder soweit. Gesangs- und Musikgruppen aus ganz Österreich und Bayern verwöhnten die vielen Besucher in der Wielandnerhalle mit einem Reigen unverwechselbarer Musik- und Gesangskunst aus ihren Regionen.

Die musikalische Leitung für das Amselsingen in der Pongauer Stadt hat vor zwei Jahren Martina Mayr übernommen - zusammen mit Moderatorin Caroline Koller und Musikumdirektor Klaus Vinatzer. Für die Leiterin des Bischofshofener Kirchenchors hat sich damit ein Kreis geschlossen: Mit ihrem Vater und ihren drei Geschwistern gewann das damals kleine Mädchen im Jahr 1967 mit der Familienmusik Mayr die von den Veranstaltern ausgeschriebene "Jugendamsel".

Das diesjährige Amselsingen stand unter dem Motto "Begegnungen." Martina Mayr zeigte sich danach überaus zufrieden: "Das Publikum des Amselsingens ist ja ein traditionell besonders. Das spürten von der ersten Minute an auch unsere Sänger und Musikanten." Heimvorteil hatten dabei die Höllbergmusi aus Eben und die Gewinner des diesjährigen SN-Volksmusikpreises, die Barbarazweigerl aus Pfarrwerfen. Aber auch die Tiroler Wirtshausmusi, die Fuchsbartlbanda aus der Steiermark und das Ensemble Ö-Streich aus Niederösterreich und Wien ließen durch einzigartige Musizierweise ihre Wurzeln spür- und hörbar werden. Aus Kärnten waren stimmgewaltige Männer als Da 8-Gsang angereist. Sie gestalteten am Sonntag in Bischofshofen auch den Gottesdienst. Außerdem brillierten an diesem Abend die Familienmusik Hoffmann aus Bayern und die Göllwurz`nmusi, ein salzburgisch-bayerisches Ensemble.

Die Namensgeberin für dieses so beliebte Volksmusiksingen wurde übrigens aus gutem Grund gewählt: Die Amsel gilt als die Königin der Singvögel. Allmorgendlich setzt sie zu ihrem vielstrophigen, melodiösen Reviergesang an, der bis zu einer halben Stunde dauert. Und haben sich zwei Amseln einmal gefunden, dann ist ein Zetern zu hören, das sich so anhört: "dackderri gigigi duck duck". Darin könnte man durchaus auch ein textliches Grundmotiv für einen Jodler erkennen. Wer weiß, vielleicht nimmt sich ein heimischer Volksliedkapazunder den Vorgaben des gefiederten Mitbewohners an und schafft für die Bischofshofener Veranstaltung im nächsten Jahr den "Amsel-Jodler" - "dackderri gigigi duck duck".

Quelle: SN

Aufgerufen am 23.09.2018 um 05:24 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/amselsingen-in-bischofshofen-begeisterte-das-publikum-990193

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