Kultur

Aperschnalzer vertrieben die Stille der Weihnachtszeit

Sie schwangen ihre Goaßln vor der Pfarrkirche Wals durch die Luft: Zum traditionellen Schnalzerauftakt am Stefanitag wurde es nach der heiligen Messe richtig laut.

Durch die Stille schnalzte es vor der Pfarrkirche Wals durch den Morgen des Stefanitags. Traditionell beginnt das Aperschnalzen am 26. Dezember und endet am Faschingsdienstag. "Seit etwa zehn Jahren gestalten wir Schnalzer die heilige Messe", erzählte Andreas Huber, Obmann der Walser Schnalzer. Rund 70 Schnalzer der Vereine Gois, Loig, Siezenheim, Viehhausen und Wals gestalteten den Schnalzerauftakt.

Am lautesten wurde es nach Ende der Messe. Das Kirchenpanorama im Hintergrund stellten sich neun Schnalzer der Pass Wals III mit ihren Goaßln auf. Sie schnalzten zwei Takte sowie einen Basch. Somit ende die stille Weihnachtszeit, erklärte Huber.

Besonders erfreulich für die Vereine: Um den Nachwuchs muss man sich beim Aperschnalzen, das zum UNESCO-Kulturerbe zählt, offenbar nicht sorgen. "Wir haben drei Jugendpassen. Die kommen alle von selbst zu uns", sagte Huber.

Zwei wichtige Termine stehen fest: Am 10. Februar findet das Gemeindeschnalzen in Loig statt, am 23. und 24. Februar das Salzburgisch-Bayerische Rupertigau-Preisschnalzen in Bergheim.

KULTUR-NEWSLETTER

Jetzt anmelden und wöchentlich die wichtigsten Kulturmeldungen kompakt per E-Mail erhalten.

*) Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 16.10.2021 um 06:21 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/aperschnalzer-vertrieben-die-stille-der-weihnachtszeit-63093661

Kommentare

Schlagzeilen