Kultur

Aus für Kunst in der Diakonie

In 22 Jahren hat "Diakonie:Art" an die 90 Salzburgerinnen und Salzburgern Platz für ihre Ausstellungen geboten - und Patienten wie Besuchern Kunst an einem unvermuteten Ort. Jetzt ist damit Schluss.

"Kunst wirkt, immer", stellt Karin Donnerbauer fest. Sie hat das Kunstkonzept des Diakoniewerks Salzburg in den letzten Jahren in die Tat umgesetzt und jährlich vier Ausstellungen organisiert. In 22 Jahren waren in der öffentlich zugänglichen Galerie im Erdgeschoß der Privatklinik Wehrle-Diakonissen so die Werke von fast 90 Salzburger Künstlerinnen und Künstlern ausgestellt. Klingende Namen befinden sich darunter, wie z.B. Drago Duskovic, Ines Höllwarth, Wilhelm Kaufmann, Lotte Ranft, Johann Weyringer oder Konrad Winter, als "roter Faden" zog sich der Schwerpunkt Druckgrafik durch.

Umzug der Wehrle-Klinik nach Aigen im September

Dieser Tage kam das Projekt bei einer Finissage zu seinem Ende. Mit September zieht die Wehrle Klinik in Aigen ein, während der Standort im Andräviertel um- und ausgebaut wird. Diakonissen-Krankenhaus und Wehrle werden in vier Jahren dort ihren gemeinsamen Standort haben. "Doch die Diakonie wird in Aigen bleiben", wie Michael König, Geschäftsführer der Diakonie in Salzburg, betont. "Das wird hier nicht das Ende sein, sondern vielleicht der Beginn von etwas völlig anderem. Wir haben nun vier Jahre lang Zeit, alle möglichen neuen Ideen zu entwickeln und sie schließlich umzusetzen."

Die letzte Ausstellung von Diakonie:Art bestritten die bildenden Künstlerin Elisabeth Jungwirth und der Bildhauer Hermann Rituper. Beide finden es schade, dass die Galerie zu einem Ende kommt. "Wir hatten hier Gelegenheit, Menschen zu erreichen und vielleicht etwas für sie tun. Denn was man sieht, macht etwas mit einem", so Rituper.

Mit etwa 30 Werken in unterschiedlichen (Misch-)Techniken präsentierte sich die pensionierte Lehrerin Jungwirth. Druckgrafiken, genähte Stoffstücke, Mitgebrachtes von einem Auslandsaufenthalt in Krumau hat sie zu groß- und kleinformatigen Bildern in warmen Farben verarbeitet, einige mit feiner Ironie ausgestattet. Steinbildhauer Rituper arbeitet hauptsächlich in Marmor, Serpentin oder Travertin. Die Schwere des Steins hebt er durch weiche Formen auf. Weibliche Torsi, Objekte in Form von eleganten Vasen bestechen durch runde, glatte und schimmernde Oberflächen.

Aufgerufen am 19.06.2018 um 11:45 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/aus-fuer-kunst-in-der-diakonie-29147389

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