Kultur

Die Coronalieder der SN-Leserinnen und -Leser

In der Coronapandemie haben viele Menschen Musik als Ventil genutzt - um Zeit zu vertreiben, Kritik zu üben oder auf andere Gedanken zu kommen. Das Ergebnis eines SN-Aufrufs zeigt: Die Kreativität macht auch vor Lockdown und Quarantäne nicht Halt.

Können von Corona ein Lied singen: die vier Egger-Schwestern aus Saalfelden.  SN/sw/privat
Können von Corona ein Lied singen: die vier Egger-Schwestern aus Saalfelden.

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Vier Schwestern werden zum Facebook-Hit

Die vier Egger-Schwestern aus Saalfelden haben vor Kurzem bereits ihr zweites Coronalied aufgenommen. Auf den Facebook-Seiten der Salzburger und Pinzgauer Nachrichten kamen die sympathischen Zeilen von Elisabeth (16), Barbara (19), Johanna (21) und Maria (23) enorm gut an: Das Video wurde bereits in den ersten zwei Tagen nach der Veröffentlichung mehr als 50.000 Mal angesehen. Von den Coronastrapazen kann die Großfamilie Egger wahrlich ein Lied singen: Sie war schon vier Mal in Quarantäne.

Ein Lied im Namen der Kulturschaffenden

Auch Robert Herbe, bekanntes "Urgestein" aus dem Salzburger Rockhouse, griff zur Gitarre. Seinen Coronasong widmete er allen, die im Kulturbereich tätig sind, und beschreibt darin ihre prekäre Situation während der Pandemie: "Das Festival ist abgesagt. Keine Gage, wer zahlt meine Miete?", heißt es da zum Beispiel in einer Strophe. Der Refrain ist hoffnungsvoller: "Irgendwann können wir wieder spielen", singt Herbe.

Zwischen Tatendrang und Realität

Ein virtuelles Glaserl Wein genossen Johanna Buchmayer und Christoph Prohaska von Cocoon Music in ihrem "Self Improvement Song". Das Lied entstand während des ersten Lockdowns und beschreibt den Tatendrang, den sie in dieser Anfangszeit der Pandemie in ihrem Umfeld beobachten konnten: Vom Fensterputzen über das Kuchenbacken bis zum Steuerausgleich - jeder hatte große Pläne. Die Realität sah dann oft anders aus, wie sie in ihrem Lied humorvoll schildern: "Doch schon nach zwei, drei Tagen musste ich mir schmerzlich eingestehen: Die Kinder sind ja auch daheim, mein Limit ist erreicht. Pfeif auf Self Improvement, nimm das Leben leicht. Ich bin so froh, wenn sich der blöde Virus endlich schleicht."

"Ich will mit dir in Quarantäne sein"

Auch die Grazer Band Herr Kinsky hat die Pandemie zu einem Song inklusive Musikvideo veranlasst: In "Quarantäne" philosophieren sie über die Gedanken zweier Menschen, die in Quarantäne geschickt werden. Der Refrain hat Ohrwurm-Potenzial und kommt in Coronazeiten fast schon einer Liebeserklärung gleich: "Ich will mit dir in Quarantäne sein."

"Corona, geh nach Hause!"

Wie es sich anfühlt, gleich als ganze Gemeinde in Quarantäne geschickt zu werden, weiß der junge Kuchler Christian Voggenberger. In seinem Song, den er während der Kuchl-Quarantäne im Herbst geschrieben hat, verabschiedet er sich in aller Deutlichkeit vom Virus: "Corona, komm, geh nach Hause. Corona, es ist genug."

Kein Händedruck, kein Busserl mehr …

Auch SN-Leser Erwin Müller beschreibt in seinem Coronalied den Alltag mit den Coronamaßnahmen. Vielen wird das bekannt vorkommen: "Lockdown. Abstand. Maskenpflicht. Jeder hat dasselbe Gesicht. Kein Händedruck, kein Busserl mehr, das macht mir das Leben schwer."

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