Kultur

Drei Schwestern und ein "Koch im Rotwein"

Verena, Eva und Iris Gappmayr haben kulinarische Gemeinsamkeiten. Die entsprechende Qualitätsnote liefert Martin Gruber, Juniorchef vom Gasthof Gellnwirt.

Iris, Verena und Eva Gappmayr toben sich gemeinsam mit Martin Gruber kulinarisch aus. Die kreativen Leckerbissen gibt es in diesem Sommer beim Zsammsitzn auf dem Tamsweger Marktplatz. SN/sw/perner
Iris, Verena und Eva Gappmayr toben sich gemeinsam mit Martin Gruber kulinarisch aus. Die kreativen Leckerbissen gibt es in diesem Sommer beim Zsammsitzn auf dem Tamsweger Marktplatz.

Vereine, Wirte, Wirtschafstreibende und heimische Landwirte betreiben die beliebten Hütten beim Zsammsitzn auf dem Tamsweger Marktplatz. Seit heuer ist auch das "3 Mäderlhaus" der Familie Gappmayr mit von der Partie. Die Schwestern Verena, Eva und Iris haben sich dazu relativ spontan und rasch entschlossen. "Hinsichtlich Ausschank waren wir uns schnell einig. Wir wollten aber vor allem kulinarisch etwas Neues bieten", verrät Verena Gappmayr. Schnell wurde ihr Lebensgefährte Martin Gruber mit ins Boot geholt. Der junge Gellnwirt zaubert nun für die vier Veranstaltungen im Sommer kulinarische Kreationen aus dem Glas: "Beim ersten Mal gab es griechischen und Rindfleischsalat sowie Cheese-Cake-Brownies und Tiramisu. Es sollte einfach etwas Exquisites zum bestehenden kulinarischen Angebot sein", sagt der 27-Jährige. Selbst gebackenes Brot wird dafür frisch beim Gellnwirt und in der Kandolf-Küche zubereitet.

Kochen ist seine Leidenschaft und sein Handwerk

"Wir freuen uns, dass wir jetzt ein Teil davon sind. Es wird bei jedem Zsammsitzn verschiedene Kreationen geben." Selbst gemachte Säfte wie Kräuter-, Holler- oder naturtrüber Apfelsaft runden das Angebot ab. An ihren kulinarischen Vorlieben feilen Verena und Martin seit rund einem Jahr. Unter der Marke "Cookauvin", was so viel heißt wie der Koch im Rotwein, führen die beiden seither einen Kulinarik- & Lifestyle-Blog. Dort werden kulinarische Kreationen, Rezepte und Reisen dokumentiert. "Wir absolvieren auf jeder Reise Kochkurse. Dort entstehen dann neue Rezepte und Inspirationen. Das Erlernte gibt es dann beim Gellnwirt", verraten die jungen Trendsetter.

Reichweiten stehen für die beiden nicht im Vordergrund: "Um die Ideen zu vertiefen und festzuhalten, entstand der Foodblog. Wir wollen regionales Publikum ansprechen und den Gellnwirt als heimisches Gasthaus positionieren. Uns ist es auch wichtig, dass die Menschen sich selbst etwas Gescheites kochen." Regen Austausch betreiben sie auch mit anderen Lungauer Wirtsfamilien: "Ehrliche Wirtshauskultur hat für uns einen ganz besonderen Stellenwert, den wir bewahren möchten." Vor eineinhalb Jahren kehrte Martin Gruber in seinen elterlichen Betrieb zurück. "Ich wollte immer schon was Eigenes machen, aber auch weiterhin viel sehen. Ich hätte mir eigentlich noch viel in der Welt vorgenommen. Das machen wir jetzt in der Freizeit", sagt der 27-Jährige.

Seine Erfahrung in Stationen bei Friesacher in Anif, Hotel Perner am Obertauern oder bei seinem Lehrbetrieb, dem Brandlhof in Saalfelden, bringt er jetzt zu Hause ein. "Koch ist der einzige Job, der für mich maßgeschneidert ist. Ich bin absolut kein Handwerker. Kochen ist meine Leidenschaft und mein Handwerk. Der Beruf ist vielfältig. Man kann sich immer wieder neu erfinden, Neues ausprobieren und kreieren." Am liebsten isst er heimisches Wildfleisch: "Es ist unbelastet und ehrlich. Und obendrein ohne medikamentöse Behandlung."

Auf der Karte des Gellnwirts findet sich gutbürgerliche Küche, neu interpretiert. "Unsere Speisen reichen von der bäuerlichen Küche mit Rahmkoch bis hin zur thailändischen Küche mit einer Tom-Kha-Gai-Suppe", sagt er.

Grubers Eltern Karoline und Martin führen den Betrieb seit 35 Jahren. Im Familienbetrieb sind zehn Personen angestellt. Weiters gibt es eine Zimmervermietung mit acht Appartements. Martin Gruber junior wird das Gasthaus künftig in fünfter Generation führen. Die Wurzeln reichen bis in das Jahr 1430 zurück.

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