Kultur

Ein Salzburger Genie setzt in China Zeichen

Welchen Anklang Georg Trakls Lyrik im Fernen Osten findet und warum Thomas Bernhard "erst im dritten Leben" Chinese werden wollte.

Wie klingt Georg Trakl auf Chinesisch? Trakl-Forscher Hans Weichselbaum mit einer Übersetzung. SN/marco riebler
Wie klingt Georg Trakl auf Chinesisch? Trakl-Forscher Hans Weichselbaum mit einer Übersetzung.

Dass sich jedes Gut bequem durch die ganze Welt transportieren lässt, gilt in Zeiten der Globalisierung längst als normal. Aber trifft das auch für Kunst zu?

Musik hat es in der Frage noch vergleichsweise einfach. Für Salzburg-Besucher aus aller Welt eignet sich Mozart gleichermaßen als Magnet. Mehr Hürden gibt es zu überwinden, wenn Gedichte in einen anderen Kulturkreis vermittelt werden sollen. Den Transport muss in der Lyrik nicht nur das Erzählte möglichst schadlos überstehen, sondern auch Sprachklang und Stimmungen, die zwischen den Zeilen mitklingen. Er verstehe sie zwar nicht, urteilte schon der Philosoph Ludwig Wittgenstein über die Gedichte des Salzburger Lyrikers Georg Trakl, "aber ihr Ton beglückt mich. Es ist der Ton der wahrhaft genialen Menschen."

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