Kultur

Eng ist der Horizont am Berg

Das Jugendtheater St. Elisabeth zeigt am 13. und 14. Juli das selbst verfasste Stück "Berghotel zur schönen Aussicht" im Markussaal in der Gstättengasse.

Elli Enhuber, Patrick Waldhör, Alex Stromberger und Johanna Vötterl (v. l.) befassen sich in ihrem Stück mit Vorurteilen. SN/sw/privat
Elli Enhuber, Patrick Waldhör, Alex Stromberger und Johanna Vötterl (v. l.) befassen sich in ihrem Stück mit Vorurteilen.

Nicht Ödön von Horváth stand für das diesjährige Stück des Jugendprojekts St. Elisabeth Pate, wie der Titel vermuten ließe, sondern Goethe mit seinem Faust. Das "Berghotel zur schönen Aussicht" beginnt nämlich mit der Wette zwischen einem Dämon und einem Engel. Auf den Prüfstand kommt der Mensch, genau genommen die multikulturelle Gesellschaft. Die sechs jungen Schauspieler haben sich die Rolle sozusagen auf den Leib geschneidert, sie dachten sich die Handlung aus und brachten das Stück zu Papier. Federführend war Patrick Waldhör. Der 22-Jährige studiert Soziologie und Kommunikationswissenschaften und engagiert sich seit Längerem in der Pfarre St. Elisabeth, ebenso wie die Geschwister Johanna und Florian Vötterl. Das Trio holte Alexander Stromberger, Elisabeth Enhuber und Dominique Brass ins Boot, fertig war das Sextett.

Einen Klassiker oder ein Stück eines bekannten Autors zu spielen, wäre weniger aufwendig gewesen, aber: "Wir wollten was Neues machen", sagt Patrick Waldhör. "Das Thema der multikulturellen Gesellschaft, die Vorurteile, die es gegenüber Menschen anderer Nationalitäten gibt, das hat uns interessiert."

Ort der Handlung ist ein Skihotel in den österreichischen Bergen. Dort trifft eine Handvoll Urlauber aus den verschiedensten Ecken dieser Welt aufeinander. Der ersehnte Schnee kommt gar üppig daher, das bringt die Gäste des Hotels unweigerlich näher - sie werden dabei mit den eigenen Vorurteilen konfrontiert. Missgunst, Verdacht, Neid greifen um sich. Der Araber denkt, seine Frau betrüge ihn mit dem Amerikaner, dieser wiederum blickt skeptisch auf den Moslem. Auch Alkohol wird viel getrunken, da kommt der Österreicher ins Spiel.

Unter Anleitung von Regisseur Michael Kolnberger probten die sechs Studierenden im Pfarrsaal St. Elisabeth und in der Elisabethbühne. Die Premiere fand kürzlich beim Amateurtheatertag im Schauspielhaus Salzburg statt. Wer wissen will, wie die Wette ausgeht und ob die multikulturelle Gesellschaft aus Sicht der jungen Menschen eine Chance hat, der kann das Stück noch am 13. und 14. Juli sehen (Beginn ist jeweils um 20 Uhr). Die Aufführungen finden im Markussaal statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

Aufgerufen am 17.07.2018 um 07:33 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/eng-ist-der-horizont-am-berg-31555807

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