Kultur

Erweitertes Bergbau- und Gotikmuseum in Leogang neu eröffnet

Der Traum von Kustos Hermann Mayrhofer wurde war. Es ist mittelalterliche Kunst von europäischer Bedeutung zu sehen.

Zusätzliche Schauräume im generalsanierten Thurnhaus, ein völlig neues Erscheinungsbild, vier Sonderausstellungen: Am Freitag wurde das Bergbau- und Gotikmuseum Leogang neu eröffnet. "Die Vision des mittelalterlichen Bergbaudorfes Hütten ist Wirklichkeit geworden - nicht zuletzt dank des unermüdlichen Einsatzes von Obmann und Kustos Hermann Mayrhofer", betonten Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Kulturreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

In den vergangenen eineinhalb Jahren wurde das Thurnhaus, ein einstiger Wohn- und Wehrturm, denkmalgerecht saniert. Dies wurde durch die großzügige Unterstützung privater Sponsoren sowie von Gemeinde, Land und Bund ermöglicht. "Mit diesem Projekt wird nicht nur ein historisches Gebäude erhalten, sondern auch das gesamte mittelalterliche Erscheinungsbild des Ortsteils Hütten mit seiner langen Bergbaugeschichte bewahrt", so Haslauer und Schellhorn. Bei der Eröffnung waren unter anderem auch Erzbischof Franz Lackner und Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf anwesend.

Zwei Häuser, ein Museum

Der neue Eingang des Museums befindet sich an der Südseite des "neuen" Hauses. Unterirdisch ist es durch einen Ausstellungsraum, in dem exquisites gotisches Kunsthandwerk präsentiert wird, mit dem Stammhaus verbunden und zum Großteil barrierefrei zugänglich. Auf nunmehr doppelter Ausstellungsfläche werden den Besuchern gotische Kunst und bergbauliche Meisterwerke in europäischer Spitzenqualität geboten - eigene Stücke ebenso wie Leihgaben aus unterschiedlichsten Sammlungen.

Schöne Madonnen # Salzburg

Besonderer Höhepunkt der diesjährigen Museumssaison ist die Ausstellung "Schöne Madonnen # Salzburg. Gussstein um 1400", die in Kooperation mit der Nationalgalerie Prag und dem Kunsthistorischen Institut der Akademie der Wissenschaften entwickelt, organisiert und ausgerichtet wurde. 27 Werke, darunter Leihgaben aus großen Museen aus Frankreich, Deutschland, Tschechien und Österreich, und herausragende Werke aus kirchlichem und privatem Besitz sind bis Ende Oktober zu bestaunen. Anfang November übersiedelt die gesamte Schau dann nach Prag.

Exponate mit spannender Geschichte

Die zweite große Sonderausstellung trägt den Titel "Bergmann. Bischof. Kaiser" und gibt Einblick in die Macht des Bergbaus zwischen Mittelalter und Neuzeit. Bergbauliche Gustostücke sind in der neuen "Bergmännischen Schatz- und Wunderkammer" zu sehen. Außerdem wurde der Ausstellungsbereich "Mittelalterliches Kunsthandwerk" ausgebaut. Anna, der Silberbergbau-Patronin, ist ebenfalls ein ganzer Raum im neuen Haus gewidmet, ebenso dem Apostel des Pinzgaus, dem Hl. Vitalis. Ein sehr spezieller Raum der Begegnung wird die Pinzgauer Stube sein, in dem ein wunderschöner Salzburger Kachelofen aus der Zeit um 1550 aufgestellt ist. Eine gotische Mal- und Schnitzstube veranschaulicht die Herstellung der Kunstwerke zu dieser Zeit

Quelle: SN

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