Kultur

Guggemusiker in Salzburg: Schrille Töne ganz laut

Schräge Faschingsgestalten wollen die Wintergeister vertreiben. Bei einem "Monsterkonzert" spielen 1300 Künstler auf.

Sie hüpfen, tanzen und singen, tragen schrille, bunte Kostüme und spielen mit Instrumenten von Posaunen bis hin zum Schlagzeug Helene Fischers "Atemlos". Doch auf dem Residenzplatz ertönt am Freitagnachmittag nicht die bekannte Radioversion. Die 36 Guggemusiker der Gruppe Säuligugger aus der Schweiz interpretieren das Lied auf ihre ganz eigene Art.

"Was im ersten Moment etwas eigen und falsch klingt, ist durchaus so gedacht", erklärt Brigitte Tanzer vom Kartenbüro Polzer, verantwortlich für die Organisation des diesjährigen Euro-Carnevals. 44 Gruppen, bestehend aus Guggemusikern und Karnevalsgruppen, sorgen dabei bis heute, Samstag, in der Salzburger Altstadt für ein buntes Faschingsfest. Insgesamt sind 1300 Künstler aus Italien, Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz gekommen, um "mit ihrer Musik die Wintergeister zu vertreiben".

Den Euro-Carneval gibt es seit 22 Jahren: Das Faschingsfest findet jährlich an wechselnden Orten statt. Nach Städten wie Prag, Verona oder Berlin ist es heuer zum dritten Mal in Salzburg.

Die schrägen Klänge ziehen das Publikum an. Innerhalb weniger Minuten füllt sich der Platz. "Ich finde es großartig. Es sollte viel mehr Faschingsveranstaltungen geben", sagt eine Salzburgerin. Die außergewöhnlichen Kostüme faszinieren besonders: "Schau mal Mama, der Mann hat Micky-Maus-Ohren", sagt ein kleines Mädchen.

Faschingstreiben am Samstag

Das Spektakel geht weiter. Am Samstag sind die Guggemusiker und Karnevalsgruppen ab 9.30 Uhr auf drei Bühnen in der Altstadt zu sehen: auf dem Alten Markt, Residenzplatz und auf dem Platzl.

Karnevalsumzug und "Monsterkonzert". Um 13 Uhr startet der Karnevalsumzug von der Linzer Gasse aus zum Residenzplatz, wo das Festival mit einem "Monsterkonzert" endet. Dabei spielen 1300 Künstler das gleiche Lied.

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