Kultur

Haus der Natur: Menschliche Spuren als Satellitenbilder

Bilder sagen zuweilen wirklich mehr als Worte: Im Salzburger Haus der Natur startet am Donnerstag eine Sonderschau, die sich völlig ohne mahnenden Zeigefinger dem Thema Ökologischer Fußabdruck widmet.

Auf 49 ästhetisch teils beeindruckenden und enorm gut aufgelösten Satellitenbildern wird gezeigt, wie der Mensch seinen Planeten Erde nachhaltig verändert (hat). Die Schau soll später als Wanderausstellung im In- und Ausland gezeigt werden, kündigte Museums-Direktor Norbert Winding am Mittwoch beim Presserundgang an.

In sieben Themenkreisen werden bekannte Aufnahmen - etwa ein Luftbild New Yorks - genauso gezeigt wie Fotos von sehr entlegenen Gegenden, von denen es nur sehr wenige Satellitenbilder gibt. Etwa Oasen, wie Paul Schreilechner betonte. Seine Firma "eoVision" hat das Bild-Material für die Schau aufbereitet: Städte, extreme Siedlungsformen, Landwirtschaft, Energie, Verkehr, Bergbau und Freizeit/Tourismus.

So ist beispielsweise die größte Diamantenmine der Welt bei Orapa in Botswana zu sehen, bei der im Tagbau ein alter Vulkanschlot 200 Meter in die Tiefe ausgehöhlt worden ist. Eine andere Aufnahme zeigt einen Regenwald in Asien, der zum Teil schon abgeholzt ist für den Anbau von Ölpalmen, die zur Erzeugung von Bio-Treibstoff genutzt werden. Im Themenkreis Verkehr wiederum findet sich ein Satellitenbild, auf dem zugefrorene Flüsse als temporäre Straßen zu erkennen sind.

"Es sind ästhetische Bilder, die aber betroffen machen", so Winding. Ähnlich sieht es Schreilechner: "Wir wollten zum Nachdenken anregen und weniger kritisieren. Jeder soll sich selbst ein Bild machen und fragen, wo mache ich mit und wo nicht." Entstanden ist die Ausstellung auf Grundlage des Buchs "Human Footprint", in dem sein Unternehmen rund 150 Satellitenbilder zusammengestellt hat. Inzwischen ist auch schon der Nachfolge-Band "Untouched Nature" erschienen. Ob auch daraus eine Wanderausstellung wird, ist noch offen.

Die Satellitenbilder sind aus einer Höhe von 500 bis 600 Kilometer entstanden und haben eine Auflösung von rund 50 Zentimeter je Bildpunkt (Pixel). Inzwischen gäbe es zwar die Möglichkeit für eine noch bessere Auflösung, doch dies sei von den USA aus militärischen Gründen untersagt worden. Und da die Vereinigten Staaten von Amerika das einzige Land seien, das über derart genaue Geräte verfügt, gebe es tatsächlich keine besseren Bilder auf dem Markt der Satellitenaufnahmen.

Quelle: SN, Apa

Aufgerufen am 13.11.2018 um 04:07 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/haus-der-natur-menschliche-spuren-als-satellitenbilder-5515795

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