Kultur

Hexen und Zauberer erobern die Burg Hohenwerfen

Die Geschichte von Jakob Koller, dem "Zauberer Jackl", beflügelt noch heute die Fantasie der Menschen. Im 17. Jahrhundert fand der blutigste Hexenprozess auf dem Gebiet des heutigen Österreich statt. 198 Personen wurden angeklagt, 138 davon hingerichtet. Eine Sonderausstellung blickt auf die düstere Epoche zurück.

„Mythos Jackl“ auf der Burg Hohenwerfen. Im Bild: Kurator Gerhard Ammerer, LH-Stv. Christian Stöckl und SBSB-Geschäftsführer Max Brunner. SN/land salzburg / neumayr – leop
„Mythos Jackl“ auf der Burg Hohenwerfen. Im Bild: Kurator Gerhard Ammerer, LH-Stv. Christian Stöckl und SBSB-Geschäftsführer Max Brunner.

Der berühmt gewordene Jakob Koller aus der Umgebung von Werfen kehrt quasi in seine Heimat zurück. In der interaktiven Ausstellung "Mythos Jackl-Zauberer und Hexen in Salzburg" erleben Kinder und Erwachsene im Zeughaus der Burg eine düstere Epoche der Geschichte Salzburgs. "Die Ereignisse um diese historische Figur beflügeln die Fantasie der Menschen bis heute.

Armut, Ausgrenzung und Vorurteile können schnell zu Hass führen

Hier wird Geschichte erlebbar gemacht und anschaulich vermittelt", sagt LH-Stv. Christian Stöckl. "Eine wichtige Aufgabe unserer Burgen und Schlösser ist es, den Salzburgerinnen und Salzburgern die Geschichte unseres Landes zu vermitteln. In der neuen Ausstellung gelingt es, diese erlebbar zu machen, aber auch ein zeitkritischer Blick darauf, wie schnell Armut, Ausgrenzung und Vorurteile zu Hass und Gewalt führen können, wird ermöglicht."

Zauberer Jackl als Zeuge vergangener Zeiten

Dem berühmten Zauberer Jackl widmet die Ausstellung auf der Burg Hohenwerfen eines von insgesamt vier Stockwerken. Rund um ihn fand im 17. Jahrhundert der blutigste Hexenprozess auf dem Gebiet des heutigen Österreich statt. 198 Personen wurden damals angeklagt, 138 davon sogar hingerichtet. Die drei weiteren Ebenen lassen Besucher in die Welt von Hexen, Zauberern, Heilern und märchenhaften Gestalten eintauchen. Gerhard Ammerer, Kurator der Ausstellung achtete besonders darauf, die altersgerechte Darstellung mit historischer Genauigkeit zu verbinden. "Die Ausstellung erlaubt einen Einblick in eine Epoche der Geschichte, in der die Existenz von Hexen und Zauberern von kaum jemandem angezweifelt wurde. Aber Kulte und magische Rituale sind auch heute noch weit verbreitet."

"Eine gute Mischung aus Information und Emotion"

Nicht nur Kinder, auch Erwachsene erwartet auf der Burg Hohenwerfen ein Blick in ein dunkles Kapitel der Salzburger Geschichte mit authentischen Exponaten, multimedialen Installationen und vielen Möglichkeiten zur Interaktion. "Es gibt zahlreiche Stationen für Kinder. Für Erwachsene sind die historischen Geschehnisse sehr anschaulich und eingängig aufbereitet. Eine gute Mischung aus Information und Emotion", betont Max Brunner, Geschäftsführer der Salzburger Burgen und Schlösser.

Kinder besuchen Salzburgs Burgen im Sommer gratis

Von Juli bis September genießen alle Kinder kostenlosen Eintritt auf der Burg Hohenwerfen, der Festung Hohensalzburg und der Burg Mauterndorf. Stöckl: "Für viele Familien ist die aktuelle Situation auch finanziell eine Herausforderung. Wir freuen uns mit dieser Sommer-Familienaktion einen kleinen Beitrag zu einem abwechslungsreichen Sommerprogramm leisten zu können." Mehr Informationen
im Internet unter: www.salzburg-burgen.at

Quelle: SN

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