Kultur

Hier geht es um Leben und Tod

Je näher Ostern rückt, desto größer wird das Angebot an Passionssingen.

Agnes Mitterlechner-Wimmer (links) und Susanna Szameit erzählen den Leidensweg Jesu aus Perspektive der Frauen. SN/salzburger passionssingen/resch
Agnes Mitterlechner-Wimmer (links) und Susanna Szameit erzählen den Leidensweg Jesu aus Perspektive der Frauen.

Advent und Fastenzeit. Zwei Vorboten christlicher Ereignisse, die auch im Kulturkalender ihren Widerhall finden. Dabei ist in Salzburg die Zahl an vorösterlichen Passionssingen - gemessen am großen Bruder Advent - überschaubar.

Ein Fixpunkt ist das Salzburger Passionssingen. Seit 2003 führt ein hochkarätiges Ensemble Volksmusik, Klassik und Schauspiel zusammen. Gesamtleiter Josef Radauer blickt auf den Leidensweg Jesu aus speziellen Perspektiven: Petrus und Judas, aber auch Nikodemus und Pontius Pilatus standen bereits im Zentrum. Heuer dreht sich alles um die Frauen. "Es ist ein sehr berührendes Thema, wenn man etwa den Blick auf die Maria richtet. Deren Herz bricht im Angesicht des gekreuzigten Sohns", sagt der Chef des Radauer-Ensembles.

Musikalisch kann Radauer aus dem Vollen schöpfen. Die Schatztruhe an Marienliedern scheint unerschöpflich. "Bei der Passion geht es um Leben und Tod. Die Musik soll tröstend sein." In Salzburg wird "Stabat Mater" am Freitag um 19.30 Uhr in der Müllner Kirche aufgeführt, danach geht es auf Tour nach Seitenstetten (NÖ) und Knittelfeld (Steiermark).

Im Tennengau wiederum trifft man Walter Müller an, der jahrelang Texte zu Radauers Adventsingen beigesteuert hat. Seine Gedanken zur Passion trägt der Autor heuer in der Pfarrkirche Kuchl vor. Der 4-Klang Kuchl, der Georgenberger Dreigesang und die Göllwurzen Bläser sind am Samstag um 19.30 Uhr musikalische Leidens-Wegbegleiter. Das Musikum feiert sein 70-jähriges Bestehen mit der Salzburger Erstaufführung der "Brockespassion" in Saalfelden (18. März), St. Michael (21. März) und in der Großen Universitätsaula (23. März).

Die größte Passionsveranstaltung Salzburgs lässt noch drei Monate auf sich warten: In Maria Kirchental erklingt die "Loferer Passion" - und zwar nur alle fünf Jahre. "Der Aufwand ist einfach zu groß", erläutert Leiter Franz Michel. Rund 100 Mitwirkende werden Cesar Bresgens Spätwerk am 10. und 17. Juni insgesamt vier Mal aufführen.

(SN)

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