Kultur

HipHop in Salzburg: Denken. Lachen. Tun.

"Es ist schon alles gesagt. Nur nicht von allen." Gilt dieser Spruch abgewandelt auch für modernen Tanz und HipHop?

Wir fragten bei einem nach, der es wissen muss. Bei Sergej Pumper. Geboren in Kärnten, wohnt Pumper in Salzburg. Er ist Erfinder einer echten Kult-Veranstaltung, Tänzer, Choreograf, Tanzpädagoge, Trainer, Regisseur, Schauspieler, Produzent, Veranstalter & Manager. Muss sich also auskennen. Wer denn sonst?

SN: Die HipHop Szene wuchert irgendwie vor sich hin.
Sergej Pumper: Stimmt. Es gibt extrem viel Companies und extrem viele Stücke auf internationalem Parket. Aus all dem das Richtige herauszufiltern und nach Salzburg zu bringen beschäftigt mich das ganze Jahr.

SN: Was ist die heißeste Adresse für den Überblick?
Die Breakin' Convention in London. Zu diesem Festival wurden wir seinerzeit als Tanzkompanie eingeladen. Ich war da jetzt mit mit meinem Kollegen und Freund Alex Wengler, um Programme anzusehen. Da spielt die Musik.

SN: Sie wurden fündig?
Und wie. Die Acts in London sind immer anders als die Masse an HipHop-Projekten irgendwo. Der internationale Teil unseres Salzburg-Festivals besteht aus Auftritten einer französischen und einer spanischen Truppe. Mit Cie Phrom aus Frankreich kommt zugleich ein Pionier der Szene. Nämlich David Colas. Er erlebte und gestaltete die Anfänge des urbanen Tanzes mit. Er ist eine Legende und vergleichbar mit dem Deutschen Niels "Storm" Robitzky. David Colas kommt mit einem jungen Partner namens Santiago Codon Gras. Er legt extremen Wert auf Musikalität und hohe Bewegunsgsqualität. Es ist einfach super anzuschauen wie die ihren Körper beherrschen.

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SN: Es kommen auch Spanier.
Ja, das sind eher jüngere Tänzer. Die vermischen Stile ohne Respekt. Tragen Gasmasken in diesem Stück. Es spielt in einer post-apokalyptischen Welt und handelt von einer Reise, die in Richtung Sicherheit und Gemeinsamkeit führen soll.

SN: Spielen politische Aussagen eine Rolle Bei den Franzosen etwa?
Ja und nein: Cie Phrom hat vordergründig keine spezielle Message zu Frankreich und Terror. Die beiden fokkusieren sich rein auf den Tanz. Inhaltlich geht es um Zellteilung, um das Entstehen zweier komplexer Organismen, um deren Versuche, den anderen zu beherrschen und um die Erkenntnis, dass einer allein immer zu schwach ist und ein Miteinander besser.

SN: Es gibt auch eine Schulvorstellung?
Ja, am Freitag. Und zwei Vorstellungen am Freitag- und am Samstagabend. Mit dabei sind auch wunderbare Gruppen aus Salzburg und eine aus Österreich.

HipHip goes Theatre: republic Salzburg, 16. und 17. Sept.





Aufgerufen am 18.09.2018 um 09:30 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/hiphop-in-salzburg-denken-lachen-tun-1067701

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