Kultur

Im Dialog mit Kindern die Stadt neu denken

Wie könnte Salzburg in Zukunft aussehen? Bei der Sommerszene verhilft der Brite Andy Field mit Volksschülern zu neuen Perspektiven. Ab 8. Juni.

Tendawa (li.) und Shahmain, Schüler des Campus Mirabell, machen sich mit dem britischen Künstler Andy Field Gedanken über die Stadt Salzburg. SN/sw/bernhard müller
Tendawa (li.) und Shahmain, Schüler des Campus Mirabell, machen sich mit dem britischen Künstler Andy Field Gedanken über die Stadt Salzburg.

Tendawa (9) mag an Salzburg die Stadtbibliothek, Shahmain (9) den Mönchsberg. Dort auf der Festung Hohensalzburg haben die beiden Volksschüler vom Campus Mirabell (vormals VS St. Andrä) bald ihren großen Auftritt. Sie werden mit 14 weiteren Kindern auf Festivalbesucher der Sommerszene treffen, um mit diesen über die Stadt, ihre Vergangenheit und Zukunft, ihre Hoffnungen und Ängste zu sprechen.

"Lookout" nennt sich das Projekt des britischen Künstlers Andy Field, der damit schon in so verschiedenen Städten wie Kairo, Vancouver, Auckland, Riga oder auch in China zu Gast war.

"Jene, die Städte gestalten, sind meist weiß, männlich, Akademiker. Ich finde es spannend, verschiedene Stimmen und Perspektiven in die Kunst und in die politische und soziale Kommunikation zu bringen", sagt Andy Field. Stimmen von Menschen, die sonst nicht die Möglichkeit haben, mitzugestalten. Stimmen von Kindern beispielsweise.

Insgesamt zwei Wochen bereiten sich die Schüler mit Field auf ihren Auftritt vor, sie malen und schreiben, schlüpfen in die Rolle von Architekten, Städteplanern und Journalisten, um über die Stadt, wie sie ist und wie sie sein wird, nachzudenken.

Field interviewt sie und nimmt die Gespräche auf, sie sind Teil der halbstündigen Performance. Für diese gibt es zwar ein Skript, es bleibt aber auch Raum für Improvisation. Ein Gespräch kann sich je nach Teilnehmer schließlich ganz unterschiedlich entwickeln.

Was könnte man bauen, was sollte man abreißen?

Manche Besucher fanden "Look-out" einfach unterhaltsam, andere hätten danach versucht, sich aktiver am Leben in der Stadt zu beteiligen - etwa durch ehrenamtliche Tätigkeiten, sagt Field.

Der Brite weiß auch, dass das Gespräch mit den Erwachsenen für die Kinder ein Erlebnis ist: "Der Moment, wenn du als Kind realisierst, dass deine Ideen Einfluss auf die Welt haben können, ist einzigartig. Ich hoffe, dass sie diese Erfahrung fürs Leben mitnehmen."

Tendawa und Shahmain sind schon aufgeregt. Was sie sich für Salzburg wünschen? "Frieden und Natur", sagt Tendawa. Und Shahmain will, "dass jeder gleich behandelt wird."

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