Kultur

"Live im Park": Ein kultureller Spielplatz für Salzburg

Mit "Live im Park" wollen zwei junge Salzburger einen neuen Kulturschwung in die Stadt bringen.

Dominik Tamegger und Veronika Horn veranstalten gemeinsam das Event „Live im Park“.  SN/robert ratzer
Dominik Tamegger und Veronika Horn veranstalten gemeinsam das Event „Live im Park“.

Eine lange Bar. Menschen stehen Rücken an Rücken. Jeder für sich. Dieses Bild hat Dominik Tamegger im Kopf, wenn er an die "Ausgeh-Kultur" in Salzburg denkt. Gemeinsam mit Veronika Horn will er dieses Bild ändern. Dazu haben sie das Projekt "Live im Park" ins Leben gerufen.

Einen Versuch dafür gab es bereits im vergangenen Jahr. Jungen Musikern boten sie eine Bühne im Volksgarten. Das wurde gut angenommen. Nun haben die beiden Salzburger das Konzept ausgeweitet.

Heuer wollen sie mehr Plätze bespielen, mehr Altersklassen einbinden: "Wir haben immer noch ein starkes Schubladendenken in Salzburg. Viele sind Neuem gegenüber erst einmal skeptisch. Wir wollen Bewegung in die Stadt bringen."

Das tun sie mit Musik, Sport und Essen im Rahmen von zahlreichen Veranstaltungen in sieben Salzburger Parks; von Juni bis September. Jede Woche steht unter einem eigenen Motto - von einer "alternativen" Woche Ende Juli im Volksgarten bis zum Motto "Balkan" im Lehener Park Ende August.

"Live im Park" - ein Mitmach-Programm für jeden

Soziales und Künstlerisches sind also die Zutaten für dieses Event. Dafür bieten der 34-jährige Tamegger und Horn die besten Voraussetzungen: Tamegger erlernte den Beruf eines Bildhauers. Heute ebnet er Bühnen für andere Künstler. Er vermittelt junge Bands, betreut Events und arbeitet als Fotograf. "Die Musikerszene in Salzburg ist sehr klein, fast lagerhaft." Und sie sei übersäht von jungen Talenten, denen Tamegger bei "Live im Park" eine Bühne bieten wolle.

Als Sozialarbeiterin und Jugendbeauftragte der Stadt Salzburg hat die 30-jährige Veronika Horn die Fäden in der Hand, die es für ein solches Projekt zu ziehen gilt. Genehmigungen hier, Kontakte dort müssen geknüpft werden. Dabei ist das Budget, das den beiden für das Projekt zur Verfügung gestellt wurde, sportlich.

220.000 Euro hat Horn jährlich zur Verfügung. 70.000 investiert sie in die Eventreihe "Live im Park". Gemessen an der Größe des Events ist das nicht viel.

"Live im Park" soll ein "Mitmach-Programm" sein. Für die ganze Familie. Ohne Konsumzwang. "Seine Jause kann jeder selbst mitbringen wenn er mag", sagt Tamegger. Einbringen können sich Besucher von "Live im Park" dafür viel. "Es soll ein kultureller Spielplatz für jeden sein".

Mehr Infos unter www.liveimpark.at

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