Kultur

MARK Salzburg protestiert gegen Aussetzung der Mittel

Der Verein bekam bisher von der Stadt 60.000 Euro. Nun wird die Förderung ausgesetzt - das MARK startet eine Protestaktion.

Das Mark ist in der Hannakstraße in Salzburg-Gnigl.  SN/mark
Das Mark ist in der Hannakstraße in Salzburg-Gnigl.

Knapp 3000 Menschen unterschrieben bisher die Petition #promarksalzburg online. Denn der Verein könne seinen Betrieb nach derzeitigem Stand nicht fortführen: Bisher hat das MARK 60.000 Euro von der Stadt Salzburg erhalten, am Montag wurde diese Basisförderung vorerst ausgesetzt. "Die Begründung lautet, dass das vorhandene Zeit- und Raumkontingent der freien Kulturszene scheinbar nicht ausreichend zur Verfügung gestellt wird", heißt es in einer Aussendung des Vereins.

Der Verein MARK für kulturelle und soziale Arbeit engagiere sich seit 1966 als Nachwuchsförderer der jungen und freien Kulturszene Salzburgs an verschiedenen Standorten. Seit 2010 werde nach großen Investitionen, auch seitens der Stadt, im Stadtteil Sam gearbeitet. Es werde laufend Programm geboten, welches soziale und künstlerische Aktivitäten beinhaltet. Veranstaltungen wie der seit über zehn Jahren bestehende Autor*innenwettbewerb "Wir lesen uns die Münder wund" und das Kunstfestival "Kunstkomplott", bei dem unerfahrene Künstler*innen ihre Werke einer Fachjury und dem Publikum präsentieren, seien Beispiele für die Aktivitäten.

Zudem ermögliche es die wöchentlich stattfindende "Volxküche" ein Abendessen zu erschwinglichem Preis zu konsumieren. In der "BikeKitchen" würden jede Woche zahlreiche Fahrräder kostenlos repariert. "Das MARK ist stets offen für Projektvorschläge und Bereitstellung sämtlicher Räumlichkeiten des Vereins, sowohl für Privatpersonen als auch sämtlichen Organisationen der Kulturszene, die unsere Infrastruktur nutzen können", heißt es in der Aussendung. Außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten würden die Räumlichkeiten derzeitig von 40 Künstler*innen und Künstlergruppen regelmäßig genutzt. Derzeit arbeiten zwei vollzeitäquivalente Angestellte sowie zahlreiche Ehrenamtliche für das MARK. "Das MARK weist die Vorwürfe der unzureichenden Nutzung der Infrastruktur zurück und hat sämtliche Unterlagen und Forderungen der Stadt Salzburg zum Erhalt der Subvention stets fristgerecht eingereicht." Der Verein fordere die Stadt auf, die volle Summe des bereits veranschlagten Jahresbudgets zu gewähren.

Im Stadtsenat sollte am Montag die Jahresförderung für das MARK in Salzburg-Gnigl beschlossen werden. ÖVP und FPÖ schickten den Amtsbericht aus dem Kulturressort mit einem Zusatzantrag zurück ans Amt. Weil Stimmengleichheit herrschte, machte Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) von seinem Dirimierungsrecht Gebrauch.

Ehe die Stadt die Förderung ausbezahle, müsse die Kulturabteilung prüfen, ob in dem 500 Quadratmeter großen Zentrum nicht auch Probemöglichkeiten für andere Vereine der freien Kulturszene bestünden, sagte Preuner am Montag. Montags und sonntags hat das MARK geschlossen, freitags und samstags sperrt es erst um 17 Uhr auf. Die Stadt fördert das MARK mit 60.000 Euro. Insgesamt bekommt das Zentrum 130.000 Euro Fördergelder.

Die Bürgerliste wirft der ÖVP einmal mehr vor, die freie Kulturszene auszuhungern. "Niemand will dem MARK die Subvention wegnehmen", entgegnete Preuner. Es sei angedacht, in der Nähe zusätzliche Flächen für die freie Kulturszene anzumieten.

Quelle: SN

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