Kultur

Museum der Moderne Salzburg: "Räume schaffen" für Künstler

In neun Räumen, die eigens für die Künstler eingerichtet und teilweise unter deren Mitwirken gestaltet wurden, zeigt das Museum der Moderne Salzburg vom 22. Oktober bis 17. April 2017 die Ausstellung "Räume schaffen".

Die Exponate kommen aus den Beständen der Generali Foundation.

Im Zentrum stehen zwei Neuankäufe der Stiftung: die Installation "Rainforest V" von David Tudor & Composers Inside Electronics und eine Gruppe von Filmen von Carolee Schneemann sowie ein Objekt der Künstlerin. Bei "Rainforest V" handelt es sich um einen großen Raum, in dem verschiedene Objekte wie Tonnen oder Holzbalken aufgehängt sind und aus denen verschiedenste Geräusche erklingen. Die Lautsprecher sind teilweise in und an den Objekten befestigt. "Wir sind sehr stolz, dass wir diese Installation mit Hilfe der Generali Foundation erwerben konnten. Wir haben immerhin drei Jahre dafür gespart", so Direktorin Sabine Breitwieser am Freitag beim Presserundgang.

In einem weiteren, abgedunkelten Raum werden die Filme Carolee Schneemanns auf Wände und Leinwände projiziert, darunter ihr bekanntes Werk "Meat Joy" von 1964. Hier dreht sich thematisch alles um den Einfluss des menschlichen Körpers auf den öffentlichen Raum. Die Ausstellung wird am 22. Oktober 2016 mit einer kollektiven Performance-Arbeit der Konzeptkünstlerin und Philosophin Adrian Piper eröffnet.

Neben den beiden Neuankäufen stehen auch die restlichen sieben Künstler mit dem Thema Raum in Verbindung. Die belgische Künstlerin Joelle Tuerlinckx hat aus mehreren Einzelarbeiten eine Installation für das Museum erstellt, die sich stark auf die Raumarchitektur bezieht. Der Raum entstand aus einer engen Zusammenarbeit Tuerlinckxs mit der Kuratorin der Generali Foundation Sammlung Antonia Lotz. Ein anderer Raum ist der letzten Arbeit Harun Farockis gewidmet, der sich mit der Geschichte der Computeranimation beschäftigt und diese in Filmen zeigt. Zu sehen sind dabei verschiedene Computerspielszenarien.

Außerdem zeigt die Ausstellung Werke von Maria Einhorn ("Die ungeöffnete Post des Max Foster"), Lothar Baumgarten ("Unsettled Objects") und dem kroatischen Avantgardisten Goran Trbuljak. Beim Betreten der Ausstellung fällt der Blick sofort auf Heimo Zobernigs Gummibahnen, die 13 Meter von der Decke hängen und damit am meisten Raum in der Ausstellung einnehmen.

Quelle: APA

Aufgerufen am 23.09.2018 um 08:38 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/museum-der-moderne-salzburg-raeume-schaffen-fuer-kuenstler-951382

Schlagzeilen