Kultur

Museum der Moderne: Wenn Salzburg umgebaut wird

Gescheiterte Baupläne fürdie Stadt zeigte das Museum der Moderne 2015. Nun sind neue Visionen zu sehen.

Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini. SN/mdm/tommaso casalini
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini.
Blicke in die Ausstellung „Neues Salzburg“. SN/mdm/iglar
Blicke in die Ausstellung „Neues Salzburg“.
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini. SN/mdm/iglar
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini.
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini. SN/mdm/iglar
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini.
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini. SN/mdm/iglar
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini.
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini. SN/mdm/iglar
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini.
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini. SN/mdm/iglar
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini.
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini. SN/mdm/iglar
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini.
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini. SN/mdm/iglar
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini.
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini. SN/mdm/iglar
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini.
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini. SN/mdm/iglar
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini.
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini. SN/mdm/iglar
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini.
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini. SN/mdm/iglar
Modell für ein Musikzentrum am Messegelände von Tommaso Casalini.

Wer sagt, dass die Musik in Salzburg am besten in denkmalgeschützten Traditionsbezirken aufgehoben ist? Zwischen Autobahnzubringer und Wohngebieten könnte sie künftig daheim sein.

Als Modell (siehe Bild) ist der futuristische Bau auf dem Areal des Messegeländes zu sehen. Das "Institut für Musikforschung und Innovation" soll darin künftig seinen Sitz haben. Nicht weit davon entfernt, an der ehemaligen Grenzstation Freilassing, zieht ebenfalls die Zukunft ein - zumindest, wenn es nach den Ideen von 130 Absolventen einer Schweizer Architektur-Uni und ihrer prominenten Lehrenden geht: Für das Projekt "Neues Salzburg" des Museums der Moderne haben sie in ihrem Diplomjahr Visionen für die Stadt erarbeitet. In einer Ausstellung auf dem Mönchsberg sind nun detaillierte Pläne und Entwürfe zu sehen.

Das Projekt sei eine Fortsetzung der Ausstellung "Ungebautes Salzburg", sagte Museumsdirektorin Sabine Breitwieser am Freitag. Unter diesem Titel zeigte das Museum 2015 Bauideen, die nie Wirklichkeit wurden: Etwa das Museum im Berg von Hans Hollein oder den Außenlift von Delugan/Meissl für die Fahrt ins Museum der Moderne auf dem Mönchsberg. Um auf den Rückblick auch einen Ausblick folgen zu lassen, wurden die Studierenden der Architekturfakultät der Schweizer Universität Mendrisio beauftragt, neue Utopien zu ertüfteln: Wie könnte ein "umgebautes Salzburg" aussehen?

In einer ersten Phase seien 14 Orte definiert worden, an denen die architektonische Weiterentwicklung der Stadt erprobt werden sollte, sagte Breitwieser: Innerstädtische Zonen wie AVA-Hof, Rehrlplatz und Residenzplatz wurden ebenso zur Debatte gestellt wie das Museumsareal oder das Harmath&Weilinger-Gebäude. Für die Schweizer Universität (einer ihrer Lehrenden ist Architekt Walter Angonese, der Vorsitzende des Salzburger Gestaltungsbeirats, er betreute auch dieses Projekt), haben solche Diplomarbeiten Tradition: In jedem Absolventenjahrgang befassen sich die Studierenden mit einer anderen Stad.: Auch für London, Venedig oder Barcelona seien so bereits stadtplanerische Visionen erarbeitet worden, sagten die Gastkuratoren Marco Della Torre und Thomas Tschöll.

"In welcher Richtung soll Salzburg sich erneuern?" Oder: "Ist Salzburg ein Museum?" Fragen wie diese stehen an den Wänden der Ausstellungsräume und geben den 122 Modellen und Plänen, die auf dem Mönchsberg nun zu sehen sind, einen Theorierahmen. Eine konkrete Umsetzbarkeit sei keine Vorgabe für die Architektur-Utopien gewesen, erläuterte Sabine Breitwieser. Vielmehr gehe es um Denkanstöße, ergänzte Tscholl.

Lisa Chiappini etwa hat das Museum der Moderne in den Mönchsberg hineingebaut: Mit vielen Fenstern in der Steinfassade, die das Aussehen der darunterliegenden Häuser schön aufgreifen. Andrea Valentini wiederum öffnet die Andräkirche nach den Seiten und schafft einen Platz nach Renaissance-Vorbild.

Wie stark das Image Salzburgs als Kultur- und Tourismusstadt auf die Studierenden gewirkt haben muss, zeigen die Projekte freilich auch: "Viele wollten weitere Konzertsäle planen."

Ausstellung:"Neues Salzburg. Zwischen Erinnerung und Zeitgenossenschaft", Museum der Moderne Mönchsberg, bis 5. 2. 2018

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