Kultur

Muss sich der Krampus vor Horrorclowns fürchten?

Krampus- und Perchtenläufe werden jedes Jahr in Salzburg von verschiedenen Vereinen und Institutionen organisiert und durchgeführt. Funken jetzt möglicherweise Horrorclowns dazwischen?

Walli Ablinger-Ebner atment tief durch. Dann lacht sie "Nein, das glaube ich nicht. Horrorclowns werden uns da keine Probleme machen", sagt die Obfrau der Salzburger Heimatvereinigungen. Bei gut organisierten Krampusläufen sei mit dem Auftauchen solcher Figuren nicht zu rechnen. "Die würden ja in der Masse untergehen. Die wollen ja die Dunkelheit und die Stille nützen, um Menschen zu erschrecken. Der Spuk der Horrorclowns werde still und heimlich wieder verschwinden. Das sei am Rande eines Tagung über die Sicherheit bei Krampusläufen diskutiert worden. Der stellvertetende Polizei Bezirkskommandat Reinhard Sperl habe eher die Befürchtung geäußert, dass ungewisse sei, wie Passanten auf solche Clowns reagierten. Walli Ablinger-Ebener: "Es kann ja durchaus sein, dass ein Horrorclown an einen Falschen gerät und sich der Spieß umdreht."

Dem Landesverband der Heimatvereine sei es ein großes Anliegen, Vereine und Veranstalter von Krampus- und Perchtenläufen zu unterstützen. Zu diesem Zweck fand am 25. Oktober 2016 im Rahmen der Ausstellung Leidenschaft Maske ein Sicherheitssymposium statt.

Bei diesem Symposium wurden den Krampuspassen und Perchtengruppen viele Aspekte, die einen sicheren Ablauf für Besucher und auch die Passen selbst gewährleisten, mitgegeben. Das hochkarätig besetzte Podium mit Bezirkskommandat-Stv. Reinhard Sperl, DI Josef Reyer, Helmut Brandecker und Michael Adam führte zu den verschiedenen Themen.

Die Inhalte einer Veranstaltungsgenehmigung, die notwendigen Maßnahmen in einem Sicherheitskonzept, welche Aufgaben haben Ordnerdienste und kann man bengalische Feuer überhaupt bei Läufen verwenden. Sehr detailreich wurde so manches Thema diskutiert. Am Ende dieser Veranstaltung war man sich doch einig, dass die Sicherheit für Besucher und Krampus bzw. Perchten im Vordergrund steht.

Viele Vorschriften wären genau deshalb da und sollen auch die Veranstalter selbst schützen. Auch die Zusammenarbeit zwischen Behörde, Polizei, Veranstalter und Passen sei unbedingt in Zukunft erforderlich und könnte in manchen Orten auf jeden Fall ausgebaut werden. Bezirkskommanadant-Stv. Reinhard Sperl versicherte den Anwesenden, dass die Polizei bei der Erarbeitung des Sicherheitskonzeptes eingebunden werden sollte. Viele Themen und Maßnahmen könnten so vorab besprochen und vereinbart werden. "Es liegt im Interesse von uns allen, dass die Krampus- und Perchtenveranstaltungen gut ablaufen", so Landesobfrau Ablinger-Ebner. "Es reicht ein Krampus aus, der sich nicht an die Regeln hält, und schon hat die Veranstaltung einen schlechten Ruf", so der Veranstalter des Gnigler Krampuslaufs Hannes Brugger.

Die Referenten waren sich einig, dass die Anwesenheit der Gruppe zeigt, dass alle an einem Strang ziehen und für diesen Brauch das beste wollen. So können wir auch in Zukunft die Krampus- und Perchtenveranstaltungen durchführen und auch weiterentwickeln.


Quelle: SN

Aufgerufen am 14.11.2018 um 10:45 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/muss-sich-der-krampus-vor-horrorclowns-fuerchten-939715

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