Kultur

My Sound of Music: Erstes Musikfilmfestival in Salzburg

In Salzburg debütiert ein Filmfestival, das nicht nur im geschlossenen Kinosaal stattfindet, sondern Spuren in der Stadt hinterlassen soll.



Dieses Filmfestival ist nichts für Leute, die sich einfach nur berieseln lassen wollen. Der Titel "My Sound of Music" soll zwar an das Musical erinnern. Mit dem, was sich vom 12. bis 15. September in Salzburg abspielen wird, hat der bekannte Film aber nichts zu tun, erklärt Festivalleiterin Selina Nowak. "Wir wollen mit unseren Filmen, Konzerten und Workshops gegen den Strich bürsten."

Das Herzstück des Festivals sind sechs Dokumentarfilme, die das Zusammenspiel von Musik und Gesellschaft thematisieren: "Blut muss fließen" bietet eine Innenansicht der Neonazi-Musikszene, "I'm ugly but trendy" zeigt die Musikkultur in Rios Favelas. Danach gibt es Diskussionen mit den Filmemachern.

Auch heimischen Klängen verschließt sich "My Sound of Music" nicht. Drei Filme sind dem Thema Volskmusik gewidmet, auf einer Bühne am Platzl in der Salzburger Innenstadt wird es Schuhplattel-, Volkstanz-, und Jodelworkshops geben. Dort bieten Nowak und ihre Mitorganisatorinnen auch einen Bauchtanz-Workshop an. "Uns war es wichtig, mit dem Festival auch in der Stadt präsent zu sein." Viel Programm, für ein kleines Team, das dieses Festival zum ersten Mal organisiert. Ehernamtliche Arbeit und viel Hilfe von Freunden stecke in den vier Tagen, sagt Nowak. "Wir wollen andere motivieren, auch was zu machen, anstatt nur zu jammern, dass in Salzburg nichts los ist."

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