Kultur

Nach Georg Daxners Tod: Wie geht es mit dem Winterfest weiter?

Breite Unterstützung gibt es in Salzburg für die Weiterführung des Winterfestes. Dessen Leiter Georg Daxner ist am Untersberg tödlich verunglückt.

Am Montag hat sich der Winterfest-Vorstand unter der Leitung von Reinhard Tritscher versammelt, um über die Zukunft nach dem tödlichen Alpinunfall von Georg Daxner (54) zu beraten.

Nach der Vorstandssitzung am Abend war klar: Von Aufhören ist keine Rede. Es gebe eine positive Stimmung für das Festival - ganz im Sinne Daxners. Wer ihm nachfolgen soll, darüber wurde zwar beraten, klar ist es aber noch nicht. Bei einer Pressekonferenz am Freitag will der Vorstand eine Übergangslösung präsentieren.

Das Winterfest 2014 werde aber wie geplant und ohne Abstriche stattfinden, sagte Tritscher. Der Vorverkauf startet am Freitag."Das Winterfest soll bleiben"Tomas Friedmann, Vorsitzender des Dachverbands der Salzburger Kulturstätten, appellierte an alle Verantwortlichen, das Lebenswerk von Georg Daxner fortzuführen. "Das Winterfest soll bleiben", betonte er. Der Dachverband biete dafür Beratung und Unterstützung an. "Mit Georg verliert Salzburg einen Visionär, der viel riskiert und schließlich alle angesteckt hat mit seinem Circusfieber", schrieb Friedmann in einem Nachruf. Sponsoren und Subventionen vonnöten Unverzichtbar für den Fortbestand des Winterfests sind zweifellos die finanzielle Unterstützung von Sponsoren sowie die Subvention aus öffentlichen Mitteln. Das Budget des Winterfests betrug im Vorjahr rund 1,34 Millionen Euro. Davon kamen sechs Prozent von der Stadt und 5,5 Prozent vom Land Salzburg. Der Großteil der Einnahmen (64,5 Prozent) stammt aus dem Ticketverkauf.

Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne) sagte, es gelte das Winterfest im Sinne Georg Daxners zu erhalten: "Ich sichere dafür weitere Unterstützung zu." Bgm. Heinz Schaden (SPÖ) sieht das auch so: "Mein Bestreben wäre es, dass wir diese wunderbare Geschichte weiterführen." Zu Daxners langjährigen Wegbegleitern zählt auch der Steuerberater Alois Navara, Kassier-Stellvertreter im Vorstand des Winterfestvereins. Der Verein stehe auf wirtschaftlich gesunden Beinen, sagt Navara. "Die Person Georg Daxner hat alles fokussiert, das Winterfest war sein Kind. Er hat der Stadt ein Geschenk gemacht. Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass es auch ohne ihn weitergeht."

Quelle: Sn, Kp, Heba

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