Kultur

Neue Regelung für Edelhölzer betrifft auch Salzburgs Musiker

Seit Oktober findet sich auch Palisanderholz auf der Liste geschützter Tier- und Pflanzenarten. Das hat Folgen für Musiker, denn viele Instrumente fallen in diese Kategorie.

Das Ergebnis war eindeutig. Es lag bei 100 Prozent. Denn weder Landeskapellmeister Christian Hörbiger noch Elisabeth Fuchs von der Philharmonie Salzburg noch Shane Woodborne von der Camerata Salzburg hatten zuvor davon gehört. Sie erfuhren es von den SN.

Auf der Liste geschützter Tier- und Pflanzenarten finden sich seit Oktober 2016 neben Elfenbein auch alle Palisanderholz arten der Gattung Dalbergia sowie Bubinga, Kosso und Baobab. Von dieser Änderung sind Musikinstrumente aus Grenadill-Holz wie Klarinetten, Oboen und Piccoloflöten betroffen. Auch Gi tarren, Blockflöten oder Streichinstrumente mit Bestandteilen dieser Hölzer. Das wurde im Artenschutzübereinkommen CITES festgelegt. In der Praxis bedeutet das: Wer mit solchen Instrumenten eine EU-Außengrenze passiert, muss entsprechende Papiere und Bestätigungen mit sich führen. Und zwar solche, die den CITES-Vorgaben entsprechen. Verlangt werden könnten sie zum Beispiel, wenn eine heimische Blasmusik zu einem Fest in die Schweiz reist. Von den 7700 aktiven Blasmusikanten in Salzburg spielt etwa ein Drittel, also zirka 2500, Klarinette oder Oboe.

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