Kultur

Nur noch wenige der 36.000 Karten für das Salzburger Adventsingen sind erhältlich

Regisseurin Daniela Meschtscherjakov, Bühnenbildner Dietmar Solt, Gesamtleiter Hans Köhl und Komponist Klemens Vereno.  SN/www.neumayr.cc
Regisseurin Daniela Meschtscherjakov, Bühnenbildner Dietmar Solt, Gesamtleiter Hans Köhl und Komponist Klemens Vereno.

Der erste Schnee bis etwa 1800 Meter herab ist am Donnerstag rechtzeitig gekommen. Rechtzeitig für die Präsentation des heurigen Adventsingens durch die Verantwortlichen. Gespielt wird von 29. November bis 15. Dezember jeweils am Freitag, Samstag und Sonntag "Der Sterngucker". Es handle sich um eine Wiederaufnahme von 2014, sagt der Autor und Gesamtleiter des Adventsingens, Hans Köhl. Allerdings sei die Musik von Klemens Vereno fast komplett neu komponiert worden und auch bei den szenischen Teilen gebe es Neuerungen. Auch die Kostüme von Hellmut Hölzl, der seit 32 Jahren dabei ist, und das Bühnenbild von Dietmar Solt sind neu.

In dem Stück hat Köhl die Geschichte eines Sternguckers, der als Knecht auf einem Bergbauernhof lebt, und das adventliche Geschehen um Josef und Maria verwoben. Die neue Regisseurin Daniela Meschtscherjakov kann heuer unter anderem auf den Tiroler Berufsschauspieler Edwin Hochmuth setzen. Köhl spricht von einem großen Gewinn, weil Hochmuth die Hirtenkinder herausgefordert und mitgerissen habe. Insgesamt besteht das Adventsingen 2019 aus 22 szenischen Auftritten, 15 volksmusikalischen Darbietungen und 18 Bearbeitungen von Vereno. Für die 18 Aufführungen waren rund 36.000 Eintrittskarten erhältlich. Sie sind fast ausverkauft. Nur für drei Vorstellungen gibt es noch Karten. Man könne sich aber für die anderen Termine vormerken lassen, weil auch immer wieder Karten zurückkämen, so Köhl.

Die Wirtschaftskammer hat eine Wertschöpfungsanalyse zum Adventsingen gemacht. Demnach bringt die Veranstaltung jährlich rund 30.000 Nächtigungen in der Stadt, den Umlandgemeinden und im angrenzenden Bayern. Über 90 Prozent der Besucher kommen hauptsächlich wegen des Adventsingens. Es wird eine zusätzliche Wertschöpfung von zehn Millionen Euro erzeugt. 70 Prozent der Karten werden an Stammgäste verkauft. Einige reservieren schon mehrere Jahre davor. Von den Besuchern kommen 58 Prozent aus Deutschland, 40 Prozent aus Österreich und der Rest aus über 45 Ländern auf der ganzen Welt. 67 Prozent der Gäste sind Frauen.

2020 feiert das Adventsingen ein Jubiläum. Seit 1960, also seit 60 Jahren, findet es im Großen Festspielhaus statt. Zu diesem Anlass wird es ein neues Stück geben. Mehr will Köhl noch nicht verraten.

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