Kultur

Piraten sterben den nassen Tod

Nach fünf Jahren führen am kommenden Sonntag die Schifferschützen die Piratenschlacht in Oberndorf wieder auf. Es ist eines der größten Freilufttheater nach historischem Vorbild.

Die Piratenschlacht gilt als größte Freiluftaufführung im deutschen Sprachraum: Die Schifferschützen verfolgen die Räuber und nehmen sie gefangen. SN/sw/standl
Die Piratenschlacht gilt als größte Freiluftaufführung im deutschen Sprachraum: Die Schifferschützen verfolgen die Räuber und nehmen sie gefangen.

Es gibt sie noch immer, die Flusspiraten an der Salzach. Sie plündern Salztransporte, feiern ein üppiges Hochzeitsgelage am Flussufer, überfallen ehrbare Schiffersleute und treiben auch sonst ihr Unwesen. Doch die Oberndorfer Schifferschützen sind ihnen auf den Fersen und gewinnen natürlich die wilde Schlacht auf der Salzach.

Die "Historische Piratenschlacht", ein Spektakel und eines der größten Freilufttheater am Ufer der Salzach inmitten von Oberndorf, wird nach fünf Jahren am Sonntag, 12. August, ab 13 Uhr wieder gezeigt.

Zum Stück

Die Räuber braten am Oberndorfer Flussufer ihre Hähnchen und das Bier schäumt im Überfluss. Ihr Räuberhauptmann tanzt mit seiner Braut. Unter der schwarzen Räuberfahne mit dem Totenkopf mit den gekreuzten Gebeinen feiert das Gesindel seinen Räuberhauptmann und sein Gspusi. Natürlich sieht die Regie bei der Oberndorfer Piratenschlacht vor, dass das Böse der Gerechtigkeit zugeführt wird. Zuvor überfallen die Piraten allerdings noch einen Salztransport. Obwohl sich die tapferen Schiffer wehren, werden sie gefesselt an das Ufer gebracht und die Fracht wird geraubt. Doch ein Vortrupp der Schifferschützen ist ihnen auf den Fersen. Diese geraten allerdings in einen räuberischen Hinterhalt und müssen ebenfalls aufgeben. Nun rückt eine Kompanie der Schifferschützen an, umzingelt mit ihren Gewehren das Räuberlager und feuert, was das Zeug hält. Im Räuberlager herrscht wildes Durcheinander und den Schurken gelingt die Flucht salzachaufwärts. Sie haben aber keine Chance. Die Rotröcke der Schifferschützen sind ihnen dicht hinterher. Es kommt zur großen Schlacht auf der Salzach.

In der Salzachschleife wird die Räuberzille von den zahlreichen Zillen der Schifferschützen umzingelt und das Räuberpack kann von der Schützenkompanie überwältigt werden. Schließlich kommt es vor der Bootshütte in der alten Schiffersiedlung Altach zum Tribunal durch den Schifferrichter. Die Räuber werden zum Tode durch Erschießen verurteilt und der Räuberhauptmann soll am Galgen baumeln. Man legt ihm die Schlinge um den Hals, als ein Bote des Fürsterzbischofs herbeigeeilt kommt und eine Begnadigung verliest: Tod durch Ertränken in Bier. - Das Fest dauert bis lange in die Nacht hinein.

Zum Programm

Samstag, 11. August, ab 19 Uhr:
Flussfest in der Altach
Sonntag, 12. August, 13.30 Uhr: Die Räuber beziehen ihr Lager an der Salzachschleife. Ab 14 Uhr Hochzeit des Räuberhauptmannes mit seiner Räuberbraut an der Salzachschleife. Um 14.30 Uhr Überfall auf die Salzachzille mit Gefangennahme der Schiffer, anschließend gerät das Vorpostenkommando der Schiffer in einen Hinterhalt. Um 15.15 Uhr Vertreibung der Räuber, die Einschiffung und die eigentliche Piratenschlacht,die Piraten werden verfolgt und ihrem gerechten Schicksal übergeben.

Aufgerufen am 10.12.2018 um 10:01 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/piraten-sterben-den-nassen-tod-38531269

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