Kultur

Regisseur Wolfram Paulus wird ein Schwerpunkt gewidmet

Sein Film "Heidenlöcher", mit dem er auch über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt wurde, ist nicht nur der erste Film eines Salzburger Regisseurs, der zur Gänze im Land Salzburg gedreht wurde. Er blieb auch einer der bisher wenigen österreichischen Filme, die in den Wettbewerb der Berlinale für den Goldenen Bären eingeladen wurden.

"Ich nehme mir die Geschichten aus meinem Land.
Und ich erzähle sie von innen heraus."
(Wolfram Paulus)

Dem Salzburger Regisseur Wolfram Paulus ist anlässlich des Jubiläums 40 Jahre "Das Kino" ein Schwerpunkt gewidmet. "Heidenlöcher" wird im Rahmen der Filmreihe "40 Jahre-40 Filme" am Freitag, 27. Juli um 18.30 Uhr und am Montag, 17. September um 20 Uhr im "Das Kino" gezeigt. Mit seiner neuen Filmsatire "Berghof" wendet er sich wieder dem Thema der NS-Vergangenheit zu und stellt in einer szenischen Lesung das Drehbuch dazu vor. Es lesen Werner Friedl, Susanne Czepl und Thomas Landl. Die Premiere findet am Donnerstag, 9. August (20.15 Uhr) statt. Weitere Termine: So 12. & So 19. August, jeweils 11 Uhr.

Was wäre gewesen wenn ...

Inhalt: Im Juni 1943 steht fest, dass das Dritte Reich den Krieg verlieren wird, wenn es nicht bald eine Kursänderung vornimmt. Allein Hitler in seinem Größenwahn führt den selbstmörderischen Kurs weiter. Da schreiten Martin Bormann und Heinrich Himmler zur Tat: Seit Jahren haben sie in Berchtesgaden den Holzbildhauer Josef Walch als Doppelgänger trainiert und aufgebaut. Er soll mit Monatsende Adolf Hitler, der körperlich und geistig immer mehr verfällt, ablösen.

Mit "Heidenlöcher" setzte Paulus einen Standard. Er schuf eine Art neuen Heimatfilm und kreierte damit eine Gattung, die sich kritisch mit dem Drama des Zweiten Weltkriegs befasst. Er ging mit viel Empathie darauf auf, was dieser Krieg mit und aus einzelnen Individuen machte. (Freitag, 27. Juli 18.30 Uhr; Montag, 17. September, 20 Uhr; Heidenlöcher in Das Kino).

Inhalt: Österreich, 1942. Ein Deserteur versteckt sich vor seinen Verfolgern in den Höhlen in der Nähe eines kleinen Bergdorfes. Nur nachts wagt er sich ins Freie, um sich bei seiner Frau im Dorf mit Nahrung zu versorgen. Aber die Gestapo und die örtliche Polizei sind dem Flüchtigen dicht auf den Fersen. Dass die Nationalsozialisten ihre Macht bis in die hintersten Bergtäler ausdehnten, zeigt Wolfram Paulus mit seinem beeindruckenden Spielfilmdebüt in eindringlichen Schwarzweißbildern. "Ein asketischer österreichischer Heimatfilm, in dem sich ein Western versteckt. Ein Alpen-B-Picture mit Bildern wie von Bresson und Pasolini.""(Die Zeit)

Filmografie von Wolfram Paulus

• Heidenlöcher (Kinofilm, 1985)
• Nachsaison (Kinofilm, 1987)
• Die Ministranten (Kinofilm, 1990)
• Du bringst mich noch um (Kinofilm, 1994)
• Ein Rucksack voller Lügen (Kinofilm, 1995)
• Rennlauf (TV-Film, 1997)
• Der Schatz, der vom Himmel fiel (Kinofilm, 1999)
• Zwei Affären und noch mehr Kinder (TV-Film 2001)
• Augenleuchten (Kinofilm, 2004)
• Mathilde liebt (TV-Film, 2005)
• Die Verzauberung (TV-Film, 2006)
• Jeder Mensch braucht ein Geheimnis (TV-Film, 2009)
• Blutsbrüder teilen alles (Kinofilm, 2012)

www.daskino.at

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Aufgerufen am 02.12.2021 um 12:04 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/regisseur-wolfram-paulus-wird-ein-schwerpunkt-gewidmet-36865957

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