Kultur

Outdoorfilme im Mozartkino: Freerider seilen sich aus Heißluftballon ab

Schwindelerregende Höhen, reißende Wassermassen und glänzendes Eis: Das Banff Mountain Film Festival zeigt im Mozartkino Outdoorfilme - in spektakulären Aufnahmen.

Mit dem Heißluftballon stiegen drei Sportler im vergangenen Winter erst Hunderte Meter in die Luft, bevor es wieder hinab ging. In 30 Meter Höhe im Ötztal angekommen, war schließlich die passende Stelle gefunden. Andreas Gumpenberger und seine beiden Sportkollegen seilten sich ab - mit Ski und Snowboard. "Das ist schon ein sehr schräges Gefühl, da so an einem Heißluftballon dranzuhängen", erzählt der 27-jährige Tiroler. Den richtigen Zeitpunkt zu finden, um sich letztlich ganz vom Ballon zu lösen, ohne wieder in die Höhe gezogen zu werden, bedurfte vor allem Teamworks. Im Schnee angekommen, machten sich die Freerider auf den Weg bergab. Als Freeriden wird Skifahren und Snowboarden im freien Gelände, durch unberührten Schnee, abseits der markierten Skipisten bezeichnet.

Wie jemand auf die Idee kommt, sich mit Ski und Snowboard aus einem Heißluftballon zu hängen? Der junge Tiroler lacht. "Die Idee war zunächst

nur ein harmloser Spaß. Wir wollten nachhaltig sein und haben uns Alternativen zum Helikopter überlegt. Der Heißluftballon kam ,gaudihalber' ins Spiel."

Mithilfe einer Drohne haben die Freerider, eine Gruppe von insgesamt fünf Tirolern, ihre Abfahrten aufgezeichnet. Entstanden ist der fünfminütige Kurzfilm "Heimschnee" - einer von neun Outdoorfilmen, die beim Banff Mountain Film Festival am Mittwoch im Mozartkino in der Stadt Salzburg gezeigt werden. Gefilmt wurde ausschließlich in Tirol und Südtirol.

Eiskletterer entdecken die Schönheit Islands

Während die Freerider auf Snowboard und Ski setzten, waren Doug und Forest Woodward für eine Rafting-Tour im Colorado River mit dem Kajak unterwegs. Vor 43 Jahren ist Doug Woodward den Fluss bereits hinuntergefahren. In "The Important Places" sitzt er wieder im Boot - zusammen mit seinem Sohn Forest.

Fotograf Tim Kemple und die beiden Eiskletterer Klemen Premrl und Rahel Schelb zog es für eine Expedition hingegen nach Island. In den abgelegensten Winkeln entdeckten die drei Abenteurer schöne Plätze der Insel: Sie wagten sich in dunkle Gletschermühlen, Höhlen aus blauem Eis und auf Eisberge. Ihre Erlebnisse hielten sie im 17-minütigen Film "Climbing Ice: The Iceland Trifecta" fest.

Banff Mountain Film Festival:Mittwoch, 13. April, Mozartkino, 20.15 Uhr.

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