Kultur

Salzburg Museum lädt sich 2019 "Edle Gäste" ein

Das Salzburg Museum stellt 2019 unter das Motto "Edle Gäste". So kommen für die Ausstellung "Faistauer, Schiele, Harta & Co" zahlreiche Leihgaben aus dem Belvedere in die Mozartstadt.

Martin Hochleitner, Direktor des Salzburg Museums. SN/APA/BARBARA GINDL
Martin Hochleitner, Direktor des Salzburg Museums.

Für eine Schau über Alfred Kubin und seine Spuren in Salzburg arbeitet das Haus mit dem Oberösterreichischen Landesmuseum zusammen. Gemeinsame Projekte gibt es auch mit den Museen in Leogang und Saalfelden.

"Es geht nicht nur darum, einzelne Objekte in Salzburg zu zeigen. Wir wollen mit den jeweiligen Institutionen in einen Dialog treten, um gemeinsam zu kuratieren und Salzburger Geschichte zu erzählen", sagte Martin Hochleitner, Direktor des Salzburg Museums, am Mittwoch bei der Präsentation des Jahresprogramms. Im vergangenen Jahr habe man die Besucherzahlen in allen Häusern um 4,7 Prozent auf 934.168 Personen steigern können. 2017 waren es 892.161 Besucher gewesen. Das kräftigste Plus gab es in der Neuen Residenz/Panorama Museum mit 15,34 Prozent auf 112.949 Personen. Im Volkskundemuseum lag der Zuwachs bei 8,4 Prozent auf 16.859 Gäste. Einzig das Domgrabungsmuseum verzeichnete ein Minus von 22,7 Prozent. "Dort wird am Konzept für eine Neugestaltung gearbeitet, um die Geschichte des römischen Juvavums zu erzählen", kündigte Hochleitner an. Im Juni dieses Jahres soll das neu gestaltete Festungsmuseum fertig sein. Es legt seinen Schwerpunkt auf das Mittelalter in Salzburg.

Insgesamt plant das Salzburg Museum für das laufende Jahr 14 neue Ausstellungen. Den Auftakt macht die Schau "Arik Brauer - Frauenschicksale. Werke 1948 - 2018" in der Säulenhalle der Neuen Residenz. In der Ausstellung "Alfred Kubin - Spuren in Salzburg" werden rund 100 Werke des Künstlers aus der Kubin-Sammlung des Oberösterreichischen Landesmuseums und jener des Salzburg Museums zu sehen sein. Kubin habe eine starke Verbindung zu Salzburg, er habe hier seine Kindheit und Jugend verbracht, sagte Hochleitner. Gotische Skulpturen stehen im Mittelpunkt einer Schau, die in Kooperation mit dem Bergbau- und Gotikmuseum Leogang und dem Heimatmuseum Schloss Ritzen realisiert wird. Inhaltlich geht es dabei um szenische und figurale Darstellungen von Maria.

Im Jahr 1919 gründete der Maler Felix Albrecht Harta in Salzburg die Künstlergemeinschaft "Der Wassermann". Dieses Jubiläum ist Anlass für die Sommerausstellung unter dem Titel "Faistauer, Schiele, Harta & Co". Sie versammelt in Kooperation mit dem Belvedere Gemälde und Grafiken von Anton Faistauer, Egon Schiele, Harta und ihren Zeitgenossen. Im Spielzeugmuseum gehört eine Schau über Pippi Langstrumpf zu den Höhepunkten des Ausstellungsjahres. Rund um die Neueröffnung des neuen Paracelsusbades in Salzburg wird es im Panoramamuseum unter dem Titel "Splash!" eine Sonderschau geben, die Kurbetrieb und Badevergnügen in der Stadt nachspürt.

Abseits des Ausstellungsbetriebs arbeitet das Salzburg Museum derzeit an der Übersiedlung seines Depots in zusätzliche Räumlichkeiten in der Alpenstraße. Bei der Inventarisierung sei man ebenfalls einen großen Schritt weitergekommen, sagte der Direktor. Das Museum habe rund 600.000 Objekte im Bestand. Im Laufe des Jahres werden die ersten 85.000 Datensätze in Form von digitalen Karteikarten online gestellt. Intensiv gearbeitet wird auch schon an der nächsten Landesausstellung, die im Jahr 2020 dem 100-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele gewidmet sein wird.

Quelle: APA

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