Kultur

Salzburg wirbt mit Wunderkindern

Die Stadt probiert es mit einem Pianisten aus China. Er ist 16 , gilt als ein neuer Lang Lang und ist Salzburgs Musik-Botschafter in China. Das Land wiederum versteht es in Südkorea mit einer zehnjährigen Wundergeigerin und der Musik Mozarts die Herzen anzusprechen.

Die Musikstadt Salzburg hat einen neuen "Botschafter". Es ist der 16-jährige Xiaofu Ju aus China. Er gilt als Piano-Wunderkind. Obwohl bei ihm wohl schon eher der Begriff "Jugendlicher" angebracht scheint. Xiaofu Ju ist Student der Sommerakademie der Universität Mozarteum und ab sofort als "Salzburg Ambassador" in China aktiv. Sein Erfolg in der Musik und seine Liebe zu Salzburg stünden stellvertretend für die herausragenden Beziehungen, die Salzburg mit China pflege, teilte die Salzburg Information mit. Die Städtepartnerschaft mit Shanghai, die starke Arbeit des Chinabüros und die Präsenz der Tourismus Salzburg GmbH (TSG) vor Ort würden nun durch den musikalischen Einsatz des jungen Pianisten ergänzt. Der asiatische Markt habe sich zum Erfolgsgaranten entwickelt. "China war im Jahr 2015 hinter den USA in Bezug auf die Nächtigungen der zweitwichtigste Fernmarkt", sagt Bert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH. In Zahlen: 104.929 Nächtigungen ergaben ein Plus von 39,5 Prozent im Vergleich zu 2014. Eine Tendenz, die auch im laufenden Jahr anhalte. Im ersten Halbjahr konnten wieder fünf Prozent Steigerung im Vergleich zu 2015 verzeichnet werden.

Vorbild für 20 Millionen Klavierstudenten in China

"Der 16-jährige Xiaofu Ju gilt als Vorbild für 20 Millionen Klavierstudenten in China und nimmt in seiner neuen Funktion zukünftig ein Stück der Marke Salzburg mit auf seine Konzerte", sagt Bert Brugger. Der junge Ausnahmekünstler bestätigte auch, "dass das Image Salzburgs als Musik- und Kulturstadt erstklassig ist."

Ein neuer Verein, dessen Name sich recht sperrig liest, verstärkt die Impulse. Er heißt "Österreichischer und Chinesischer Förderverein für Musikerziehung und Kulturaustausch (OCFMK)" und wurde im März 2016 mit Sitz in Salzburg gegründet. Sein Hauptziel sei es, eine offene Plattform für die Förderung und den Austausch chinesischer und österreichischer Künstler darzustellen. Salzburg sei als Sitz des Vereins gewählt worden, weil die Stadt "einen internationalen und hochkarätigen Ruf als Musikstadt hat und sich die Zusammenarbeit mit dem Chinabüro der Stadt Salzburg und allen voran Frau Jianzhen Schaden sehr positiv gestaltete."

Das Konzert von Xiaofu Ju Ende August stellte den Auftakt für zusätzliche geplante Veranstaltungen in Salzburg und China dar. Xiaofu ist der erste Botschafter des Vereins, weitere sollen folgen.

Ausnahme-Geigerin aus Südkorea

SoHyon Ko ist zehn Jahre alt. Auch sie gilt als musikalisches Wunderkind. Der Stern von SoHyon Ko ging im Oktober 2014 auf - beim Besuch einer Salzburger Wirtschafts- und Kulturdelegation in Südkorea. Ihr Können verblüffte. Ihre entschlossene Art ebenfalls. Bis zu sieben Stunden täglich übt SoHyon Ko auf ihrer Geige. Fernziel ist es, am Mozarteum zu studieren oder das Leopold-Mozart-Institut für Hochbegabtenförderung zu besuchen. Honsig-Erlenburg, Präsident der Stiftung Mozarteum sagte den SN bei einem Besuch der Koreanerin im Dezember 2014 : "Sie ist noch sehr jung. Ideal wäre ein frühes Studentenalter, so um die 16." Derzeit sind das aber noch vage Pläne: "Doch wir bleiben in Kontakt, beobachten den Weg von SoHyon Ko weiterhin aufmerksam."

Auch Toyota wirbt für Salzburg

Im Jänner startete übrigens in den japanischen Kinos in Werbevideo von Toyota, das Salzburg zum Star erklärt. Toyota wirbt mit "Sound of Music."Die SN berichteten.

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Quelle: SN

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