Kultur

Salzburger bringt den Mundart-Rap in die USA

Als einziger deutschsprachiger Künstler tritt der Salzburger Gerhard Fessl beim "Empire State Music & Arts Festival" in New York auf - und nächtigt bei einem prominenten Landsmann.

Gerhard Fessl will in New York mit Mundart punkten.  SN/neufeld
Gerhard Fessl will in New York mit Mundart punkten.

Es ist eines seiner bislang größten Konzerte. Verstehen wird ihn dabei kaum jemand. Der Wahl-Salzburger Gerhard Fessl tritt als einziger deutschsprachiger Musiker beim "Empire State Music & Arts Festival" in New York auf - und will dem Publikum mit Mundart-Rap einheizen. "Ich muss das Gefühl meiner Texte richtig gut transportieren", sagt der Hip-Hop-Musiker, der unter dem Künstlernamen Train D-Lay auftritt.

Kommende Woche bricht der gebürtige Steirer in Richtung Big Apple auf. Seinen großen Auftritt hat Fessl am Samstagabend in einem Musikclub in Brooklyn. "Ein paar Hundert Leute werden live dabei sein", sagt Fessl. Allen Sprachbarrieren zum Trotz wird der 32-Jährige seine Lieder im Dialekt zum Besten geben. "Es gibt nichts Ehrlicheres als Mundart", sagt der Rapper.

Für Fessl ist es bereits die dritte musikalische Reise nach New York. 2014 und 2016 drehte der Rapper zwei seiner Musikvideos im Big Apple. Dabei lernte er Kerry Blu, den Veranstalter des "Empire State Music & Arts Festival", kennen. "Wir waren uns sofort sympathisch und haben gemeinsam ein Lied aufgenommen", sagt Fessl. Der Wahl-Salzburger rappte im Dialekt, Blu sang auf Englisch. "Musik ist einfach eine universelle Sprache."

Fessl macht seit seinem zwölften Lebensjahr Musik. Seine Liedtexte schreibt er ausnahmslos selbst - zunächst auf Hochdeutsch und Englisch, seit etwa acht Jahren auf Mundart. "Hinter Englisch kann man sich verstecken, hinter dem Dialekt nicht", sagt der 32-Jährige. Derzeit schreibt der Rapper an neuen Liedern, ab Oktober will Fessl wieder in der Mozartstadt auftreten.

In New York kommt der Wahl-Salzburger während seines Aufenthalts bei einem prominenten Landsmann unter. Fessl nächtigt beim Ex-ÖFB-Teamkicker Daniel Royer, der derzeit bei den New York Red Bulls unter Vertrag steht. Beide sind in der Obersteiermark aufgewachsen, kennen sich seit mehreren Jahren. "Leider geht es sich nicht aus, dass ich ein Spiel von ihm sehe." Langweilig dürfte Fessl im Big Apple nicht werden: "New York ist voller Energie. Jeder Musiker sollte dort mindestens ein Mal hin."

Aufgerufen am 24.09.2018 um 04:23 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/salzburger-bringt-den-mundart-rap-in-die-usa-38347804

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