Kultur

Salzburger gewann Jurypreis bei Kurzfilmfestival Alpinale

Mit einem "Goldenen Einhorn" sind am Samstagabend beim 33. Kurzfilmfestival Alpinale in Nenzing im Bezirk Bludenz die Sieger ausgezeichnet worden. Der Preis der Jury ging an die österreichisch-deutsche Produktion "Entschuldigung, ich suche den Tischtennisraum und meine Freundin" von Bernhard Wenger. 1.245 Einreichungen und 1.350 Besuchern bedeuteten neue Rekorde.

Der Salzburger Bernhard Wenger. SN/lmz/schwaiger
Der Salzburger Bernhard Wenger.

Den Preis für den längsten Titel in der Geschichte des Festivals hatte der Film des 26-jährigen Salzburgers Bernhard Wenger bereits mit seiner Nominierung in der Tasche. Ein Film über einen Wellnessurlaub, bei dem sie nach einem Streit verschwindet und er, der lethargische Schwede Aaron, nach ihr sucht. In der skurrilen Welt eines Alpen-Wellnesshotels beginnt für ihn ein neues Kapitel seines Lebens. Die Jury begründete unter anderem damit, dass es Wenger schafft, seine Darsteller "in perfektem Timing durch die großartigen Bildkompositionen wandeln zu lassen. Selten wurde die Lebensunfähigkeit eines Mittzwanzigers eindrücklicher dargestellt als bei seinem scheiternden Entkleidungsversuch oder dem unbeholfenen Cocktailtrinken. Ein passiver Protagonist, der im fremden Österreich nicht nur auf der Suche nach dem Tischtennisraum und seiner Freundin ist, sondern hauptsächlich auf der Suche nach sich selbst."

Weitere "Goldene Einhörner" gingen an "Maneki Neko" (Bester Kurzfilm International) von Manolis Mavris (Griechenland), "Catherine" (Bester Kurzfilm Animation) von Britt Raes (Belgien), "All the tired horses" (Bester Kurzfilm Hochschule) von Sebastian Mayr (Filmakademie Wien). Als beste regionale Produktion wurde "Metastaaten" von Felix Kalaivanan ausgezeichnet.

In einer hauchdünnen Entscheidung ging der Publikumspreis an die spanische Hochschul-Komödie "El excarabajo al final de la calle" von Joan Vives Lozano. In einer eigenen Wertung prämierten die Kinder "Halim" von Werner Fidler zu ihrem Liebling. Der Film wurde bereits beim Kinderfestival des Toronto Film Festival mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Quelle: APA

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