Kultur

Salzburger Kunstverein denkt 2019 über unsere kollektive Zukunft nach

Angesichts des Zustands der Welt könne man sich nicht zurücklehnen, man solle aber auch nicht in Pessimismus verfallen. Deshalb werde sich der Salzburger Kunstverein in diesem Jahr mit unserer kollektiven Zukunft auseinandersetzen, erklärte Seamus Kealy, Direktor der Kultureinrichtung, am Freitag bei der Präsentation des Ausstellungsprogramms für 2019.

Katharina Gruzei, OPEN, 2016, Licht-Installation im öffentlichen Raum, Fotografie 70 x 100 cm, courtesy of the artist  SN/katharina gruzei
Katharina Gruzei, OPEN, 2016, Licht-Installation im öffentlichen Raum, Fotografie 70 x 100 cm, courtesy of the artist

Die Ausstellungen würden auch düstere Themen aufgreifen, zum Beispiel den potenziellen Zusammenbruch der Zivilisation. Die eingeladenen Künstler stellten aber auch alte Märchen in einen aktuellen Kontext, kündigte Kealy an. Den Auftakt des Ausstellungsjahres macht die Installation "Dark Ages 2020". Sie wurde im Auftrag des Kunstvereins von der in Israel geborenen und in Berlin lebenden Künstlerin Alona Rodeh erdacht. Sie hat sich dafür mit Beleuchtungstechnologien auseinandergesetzt und mit Musikern und Tontechnikern zusammengearbeitet. Die Besucher erwartet ein Zusammenspiel eines schwarzen Raums mit Objekten, Klang und Licht.

Passend zum Frühling steht ab April die Gruppenausstellung "A Flower in My Mouth" auf dem Programm. Die Kuratorinnen Mehraneh Atashi, Sara Giannini sowie Jacopo Miliani haben dafür die Sprache der Blumen erforscht und sich mit Blumen als Metaphern für Unaussprechliches auseinandergesetzt. Die Ausstellung sei als Labyrinth konzipiert, in einem als Bar konzipierten Raum werde es auch Performances geben, kündigte Kealy an.

Im Sommer gibt es eine Ausstellung mit neuen Arbeiten des bekannten Filmemachers Omer Fast. Im Mittelpunkt soll dabei unter anderem der Film "The World is a Golem" stehen, der in den kommenden Wochen als gemeinsames Projekt mit dem Kunstverein auf einem Lift in Werfenweng gedreht werden wird. Im Herbst wird der aus Albanien stammende Künstler Adrian Paci neue Skulpturen und Videos mit geflüchteten Menschen zeigen. Den traditionellen Abschluss des Programms bildet die Verkaufsausstellung mit Werken der Mitglieder des Salzburger Kunstverein.

Mit der Entwicklung des vorangegangenen Jahres ist der Kunstverein zufrieden: Die Ausstellungen seien von knapp 15.000 Personen besucht worden, sagte die Präsidentin des Kunstvereins, Elfrid Wimmer-Repp. Die Idee, mit der Jahresausstellung nicht nur das Künstlerhaus, sondern auch den Museumspavillon der Stadt zu bespielen, sei gut angekommen. Von Stadt und Land Salzburg hat der Kunstverein die Förderungen für 2019 schon erhalten, vom Bund habe man aber noch nichts gehört, sagte Wimmer-Repp. Sie hofft auf Gespräche, die nächste Woche in Wien stattfinden. In den Jahren zuvor stellte der Bund mit rund 110.000 Euro rund ein Drittel der öffentlichen Förderungen für den Kunstverein.

Quelle: SN, Apa

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