Kultur

Salzburger Rockband Coperniquo tourt quer durch Russland

Auftritte in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg: Die Salzburger Alternative Rocker Coperniquo versuchen ihr Glück in Russland.

Die Salzburger Rockband Coperniquo zieht es nach Russland.  SN/ludwig seidl
Die Salzburger Rockband Coperniquo zieht es nach Russland.

Sie standen mit dem Austropop-Duo Seiler & Speer auf der Bühne, spielten vor Tausenden Feierlustigen am Nova Rock Festival und haben dieser Tage eine neue CD veröffentlicht - ihr größtes Abenteuer haben die Mannen der Salzburger Rockband Coperniquo aber noch vor sich: Anfang nächsten Jahres fliegen die vier Musiker nach Russland und spielen dort mehrere Konzerte. "Fünf Auftritte in sieben Tagen - das wird echter Rock 'n' Roll", sagt Frontmann und Sänger Michael Mörth.

Coperniquo spielen im Moskauer Hard Rock Café

Geplant sind Gastspiele in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg. "Es war schon länger ein Traum von uns, einmal die deutschsprachigen Länder zu verlassen", sagt Mörth. Das Management der Musiker hatte den Kontakt nach Russland hergestellt. "Wir haben einer Agentur mehrere Lieder geschickt. Die haben offenbar Anklang gefunden und dann nahm alles seinen Lauf", sagt Mörth. Die Agentur kümmerte sich um die Reisevisa für die Musiker und organisierte die Auftritte. "Wir spielen in kultigen Schuppen und Clubs", sagt Mörth. Bemerkenswert: Am 10. Jänner 2020 treten die Salzburger im Moskauer Hard Rock Café auf. Drei Tage später spielt Coperniquo auf dem Old New Rock Festival in Jekaterinburg, einem der größten Musikfestivals in ganz Russland. Für die Salzburger wird es eine Reise ins Ungewisse. "Keine Ahnung, was uns erwartet - und wie viele Leute überhaupt zu unseren Auftritten kommen", sagt Mörth.

Die russische Agentur habe jedoch bereits angefragt, ob Coperniquo noch für weitere Auftritte zur Verfügung stehen würde. "Das ist sicher ein gutes Zeichen", sagt der Sänger. Nur zum Spaß reise man nicht nach Russland. "Das wird kein Urlaub. Wir werden alles geben und Österreichs Musikszene würdig vertreten."

Neue Songs, neue CD

Mit im Gepäck haben die Salzburger die Lieder ihres eben erschienenen Minialbums "End of the World". Es ist die zweite CD der Alternative Rocker. "Bei unserem Debütalbum haben wir noch viel experimentiert, jetzt haben wir unseren Stil gefunden", sagt Mörth. Coperniquo setzt auf eingängige Melodien und Gitarrenriffs samt Refrains zum Mitsingen - oder wie es Frontmann nennt: "Songs mit Hitpotenzial." Der 27-jährige Sänger und Bassist gründete Coperniquo gemeinsam mit Bernhard Sturl (Gitarre), Leonhard Golser (Gitarre, Gesang) und David Schinwald (Schlagzeug) im Jahr 2015. Das Quartett kennt sich seit vielen Jahren. Die musikalischen Wege kreuzten sich des Öfteren, ehe man beschloss, gemeinsame Sache zu machen.

Coperniquo spielen am 24. Jänner im Rockhouse

Wer das Quartett auf der Bühne erleben will, muss nicht nach Russland reisen: Am Freitag spielt Coperniquo im Grazer Music House, tags darauf im Chelsea in Wien. Im Salzburger Rockhouse gastiert die Band am 24. Jänner. Dazwischen stehen neben dem Russland-Gastspiel sechs Konzerte in Deutschland - etwa in Hamburg und Köln - an. Mörth: "Langweilig wird uns mit Sicherheit nicht."

Das Plakat zur Tour. SN/coperniquo
Das Plakat zur Tour.
Quelle: SN

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