Kultur

Salzburger Winterfest bringt Wiedersehen mit Stars des Nouveau Cirque

Das Salzburger Winterfest, das heuer am 28. November startet, bringt ein Wiedersehen mit zwei Compagnien, die mit ihren Programmen schon einmal im Volksgarten zu Gast waren. Der kanadische Cirque Alfonse, der vor drei Jahren mit dem Holzfällerstück "Timber!" für Furore sorgte, zeigt "Tabarnak", ein Programm, das sich stark mit den kirchlichen Traditionen und Ritualen in Quebec auseinandersetzt.

Nach 2010 und 2014 schon zum dritten Mal an der Salzach zu sehen ist die französische Compagnie Akoreacro, die sich in ihrer neuen Produktion "Dans ton coeur" einer artistisch erzählten Liebesgeschichte widmet. In den sechs Wochen des Festivals gibt es aber auch viele neue Begegnungen mit dem Nouveau Cirque. Die australische Formation Circa zeigt "Circa's Peepshow". Die Truppe rund um ihren Leiter Yaron Lifschitz gehe ans körperliche Limit und stehe für einen sehr ästhetischen, archaischen Stil, sagte David Dimitri, der neue künstlerische Leiter des Winterfests. Er war bei der Pressekonferenz live aus Florida zugeschaltet. Der gebürtige Schweizer stellte das noch von seiner Vorgängerin Caroline Stolpe kuratierte Programm vor. "Eine extrem spannende Mischung von verschiedenen Arten des neuen Zirkus", sagte Dimitri über das Programm. Ein Künstler aus Finnland, den Stolpe nach Salzburg eingeladen hat, war auch für Dimitri eine Neuentdeckung: Thom Monckton wird auf einer kaum einen Quadratmeter großen Minibühne, ausgestattet mit einer Glühlampe und einem Stuhl, eine quirlige Soloperformance zeigen.

Erstmals werden Räume der ARGEKultur bespielt

Neben der ins dritte Jahr gehenden Kooperation mit dem Toihaus Theater, hat das Winterfest heuer eine weitere Außenstelle erobert: Erstmals werden Räume der ARGEKultur bespielt. Das Berliner Kollektiv still hungry - drei Artistinnen und Mütter - befassen sich in "Raven" mit dem Begriff Rabenmutter. "Humorvoll, emotional, provozierend, spannend", beschrieb Susanne Tiefenbacher, die kaufmännische Leiterin des Winterfestes, dieses Stück. Im Toihaus gibt es im Rahmen des Projekts "Circusexperimente" die Möglichkeit, drei kurze Stücke von jungen Zirkuskünstlern aus dem deutschsprachigen Raum zu sehen.

Insgesamt werde es bei dem bis 6. Jänner 2020 dauernden Festival 80 Vorstellungen sowie zwei Ausstellungen, drei Literaturmatineen, neun Konzerte, drei Filmnachmittage und acht Publikumsgespräche geben, kündigte Tiefenbacher an. Rund 30.000 Karten wurden aufgelegt.

Das Salzburger Winterfest gehöre zu den bekanntesten und ungewöhnlichsten Festivals für zeitgenössischen Zirkus in Europa, sagte Dimitri. Er habe sich mit großer Ehrfurcht beworben und wolle das Festival im Sinne von Georg Daxner, dem vor fünf Jahren verstorbenen Gründer des Winterfestes, weiterführen.
Infos: www.winterfest.at

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