Kultur

Sie steckt hinter dem Fackeltanz

Die im Schatten sieht man nicht, heißt es immer. Deshalb holen die Stadt Nachrichten diese Woche Karin Schierhuber vor den Vorhang.

Wenn am Freitag, 20. Juli, der traditionelle Fackeltanz auf dem Residenzplatz über die Bühne geht, steht Karin Schierhuber im Dunkeln. Ein Mikrofon in der Hand, wird sie die rund 60 Paare der diversen Brauchtumsvereine aus dem ganzen Land ankündigen und die über 2500 Gäste begrüßen. Von diesen sieht man ebenfalls nur Schemen, denn zum Start des Fackeltanzes um 22.30 Uhr dürfte es dunkel sein. Das Licht und damit den Zauber in den Auftritt bringen die unzähligen Fackeln in den Händen der Tanzenden.

Der volkskulturelle Abend am Freitag (Samstag feiert dann die Hochkultur) umfasst mittlerweile knapp 20 Veranstaltungen auf den diversen Salzburger Altstadtplätzen, zirka 450 Aktive sind eingebunden.

Schierhuber arbeitet seit über 30 Jahren in der Kulturabteilung der Stadt und zieht die Fäden beim Fest zur Festspieleröffnung. Um das Warten leichter zu machen, haben wir das Programm über die Jahre hinweg erweitert", sagt die in der E-Vorstadt aufgewachsene und heute in Maxglan lebende Frau.

Schierhuber organisierte bereits - im Sekretariat ihres Vorgängers Roman Stemeseder sitzend - eifrig mit. Dann machte die Mutter dreier erwachsener Kinder die Matura nach und beerbte ihn, als er 2013 in Pension ging. Heute gehören auch die Subventionsvergaben sowie das Organisieren von Veranstaltungen wie das Erntedankfest, Adventsingen vor dem Dom oder die Leuchtbrunnenkonzerte zu ihren Aufgaben. Doch der Fackeltanz stellt ihren Jahreshöhepunkt dar. Wenige Tage vorher schrillt das Telefon der 55-Jährigen ohne Unterlass, vieles ist zu koordinieren, damit alles klappt. Die Tänzer unter Alexander Wieland treffen sich sieben Mal zur Probe, teils fahren sie abends noch aus den Bezirken in die Stadt. "Das machen sie ehrenamtlich, für die Vereine gibt es einen kleinen Spesenersatz", sagt Schierhuber. Heuer feiert die 55-Jährige ein kleines Jubiläum, es ist ihr fünfter Fackeltanz. Mit den Lessacher Alphornbläsern und einer Samsongruppe aus Unternberg und St. Andrä setzt der Lungau dieses Jahr starke Akzente.

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