Kultur

Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg

Am 16. Juli geht es los, auch heuer werden mehr als 300 an Kunst interessierte Laien, Studenten und Künstler zur Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst nach Salzburg kommen.

Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg SN/Bayer
Die Festung Hohensalzburg ist auch heuer wieder Schauplatz der Sommerakademie.

Bis 25. August werden 22 Kurse in den Sparten Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Steinbildhauerei, Installation, Mixed Media, Architektur, Schmuckgestaltung, Fotografie, Video, Performance und Kuratorische Praxis geboten. Am Dienstag wurde das Programm bei einem Pressegespräch vorgestellt.

Die Liste der Dozenten, die auf der Festung Hohensalzburg, im Salinengebäude auf der Halleiner Pernerinsel und im Marmorsteinbruch "Kiefer" in Grödig unterrichten werden, ist namhaft. So kommen etwa Steinbildhauer Manfred Pernice, Documenta-Teilnehmerin Katharina Sieverding oder die politische Performerin Tania Bruguera aus Kuba nach Salzburg.

Jahresthema 2012 ist "Atelier", wie Sommerakademie-Leiterin Hildegund Amanshauser im APA-Gespräch erklärte. "Atelier ist nicht nur der Raum des Künstlers. Das ist nur der traditionelle Begriff. Aber besonders durch die Neuen Medien hat sich das künstlerische Arbeiten verschoben und substanziell geändert. Der Öffentliche Raum, eine Computer-Festplatte, ein Künstlerkollektiv - vieles kann zum Atelier werden. Was uns heuer interessiert, sind neue Produktionsbedingungen für die Kunst. Übrigens ist das ein gegenwärtig viel diskutiertes Thema in der Kunstwelt."

Die Sommerakademie sei jünger geworden, sagte Amanshauser, die diese Anfang der 1950er Jahre von Oskar Kokoschka gegründete "Schule des Sehens" heuer zum dritten Mal leitet. "Das trifft auf die Dozenten zu und auch auf die Kursteilnehmer. Mehr als die Hälfte der Leute aus aller Herrn Länder ist mittlerweile unter 30."

Die Kurse kosten je nach Dauer (zwei, drei oder vier Wochen) von 610 Euro bis 1.070 Euro. Die Sommerakademie bietet Ermäßigungen sowie insgesamt 80 Stipendien an. "Wir haben Sponsoren gefunden, die die Kursgebühren und in vielen Fällen auch den Aufenthalt in Salzburg übernehmen", sagte Amanshauser. "Allein für heuer haben wir 400 Bewerbungen für eines der 80 Stipendien. Also wenn wir mehr Sponsoren hätten, wäre das sehr, sehr sinnvoll."

Neben den Kursen hat Amanshauser Reihen mit Vorträgen, Ausstellungen und vor allem Diskussionen etabliert. "Da gibt es zunehmend Leute, die eigens wegen der diskursiven Veranstaltungen wie unseren Mittagsgesprächen nach Salzburg kommen. Da entwickeln sich wirklich spannende Dinge weit über die geschlossenen Unterrichtsklassen hinaus." Eine Reihe von Dozenten präsentiert ihre Werke in eigenen Ausstellungen. Am 3. und am 24. August gibt es zwei "Tage der Offenen Türen" auf der Festung, im Kiefer-Steinbruch und auf der Pernerinsel.

Quelle: SN, Apa

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