Kultur

Stadt Salzburg beschließt einstimmig Kultur-Hilfspaket

Der Kulturausschuss stellt die Weichen, damit den aufgrund der Coronakrise gebeutelten Kulturinitiativen und Künstlern in Salzburg unter die Arme gegriffen werden kann.

Vizebürgermeister Bernhard Auinger SN/robert ratzer
Vizebürgermeister Bernhard Auinger

Wichtiges Signal für die Salzburger Kulturszene: Der Kulturausschuss der Stadt Salzburg beschloss am Donnerstag einstimmig ein Rettungspaket für Kulturinitiativen. Damit sei der Weg frei, "unbürokratisch und schnell zu helfen", sagt der ressortzuständige Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ).

Kulturinitiativen mit Liquiditätsengpässen bekommen demnach Monatsraten aus der Jahresförderung im Vorhinein ausbezahlt. Konkret betrifft diese Maßnahme die Stiftung Mozarteum und die Volkshochschule.

Kosten für Veranstaltungen, die seit dem 16. März aufgrund der Coronakrise abgesagt wurden, werden nicht von der Jahressubvention abgezogen. "Damit ist klar, dass die Kulturstätten nicht auf den Kosten sitzen bleiben", sagt Bürgerlisten-Kultursprecher Markus Grüner-Musil. Dank einer Fristverlängerung bis Ende Juni sei es etwa dem Aspekte-Festival möglich, das für März 2020 geplante Programm im gleichen Zeitraum 2021 nachzuholen.

Weiters wird ein Budget in Höhe von insgesamt 30.000 Euro für Ankäufe von Werken bildender Künstler eingerichtet, die derzeit keine Ausstellungen durchführen können. Auch zusätzliche Arbeitsstipendien für Künstler werden ermöglicht. Für Einzelprojektförderungen bis zu einer Höhe von 3000 Euro muss kein Nachweis erbracht werden.

Man warte ab, welchen Fahrplan der Bund am 15. Mai für den Saisonstart im Herbst präsentiere: "Das größte Problem für die Kulturszene ist die Unklarheit. Die meisten wissen nicht, wie sie im Herbst vor Publikum spielen können - und ob für Publikum", sagt Auinger. Der konkrete Fall, wonach Das Kino nach der derzeitigen 20-Quadratmeter-Regelung nur 13 Besuchern Einlass in den Kinosaal gewähren dürfe, sei laut Auinger "völlig unwirtschaftlich".

Der nächste Schritt sei ein Extrapaket für große Museen und Theater wie das Schauspielhaus Salzburg, kündigt Auinger an. Eine Erhebung des Landes wird dabei noch abgewartet. Auch das Thema Entschädigungen für Künstler, deren Auftritte seit März abgesagt wurden, müsse einheitlich geregelt werden, sagt Grüner-Musil.

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