Kultur

Stille Nacht im Salzburger Shoppincenter Europark - kann das funktionieren?

Ja, ist Salzburg Museum-Direktor Martin Hochleitner überzeugt.

In den kommenden vier Wochen werden rund 900.000 Menschen in den Europark strömen - unter anderem, um Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Dass das Einkaufszentrum damit der vermutlich belebteste Ort im ganzen Bundesland sein wird, soll es nicht daran hindern, auch am 200-jährigen Stille-Nacht-Jubiläum zu partizipieren. In Kooperation mit dem Salzburg Museum haben Europark-Geschäftsführer Christoph Andexlinger und Centermanager Manuel Mayer einen "Raum der Stille" in Form eines begehbaren Kubus mitten im Shoppingcenter eingerichtet. Mit Schaumstoff gepolsterte Seitenwände lassen den Lärm draußen und fokussieren die Ohren auf die Erzählung im Kubus. Dazu gezeigt werden zwei Ausstellungsstücke: eine historische Gitarre von um 1900 (Franz Xaver Grubers Enkel Felix hielt sie einst in Händen) und ein Faksimile des Autografs zu "Stille Nacht! Heilige Nacht!" von Joseph Mohr.

Die Stille-Nacht-Geschichte im Europark zu erzählen sei faszinierend, verlange aber auch Verantwortung, sagt Martin Hochleitner. "Und das gelingt hier überzeugend." Das Bestreben des Salzburg Museums sei es, möglichst viele Menschen zu erreichen. Man will ins Gespräch kommen und gleichzeitig einen Anker setzen, der eine Verbindung zur bis 3. Februar laufenden Landesausstellung im Salzburg Museum herstellen soll. Dabei gehe es ihm nicht darum, die Stille-Nacht-Geschichte möglichst großflächig zu "verbraten", sondern um eine würdevolle Präsentation. "Wir sind hier mit Mitarbeitern bis Weihnachten von Montag bis Samstag als Außenstelle des Museums vor Ort", erklärt Hochleitner. "Für uns ist die Kooperation ein absolutes Highlight", betont Centermanager Manuel Mayer. Europark-Geschäftsführer Christoph Andexlinger ergänzt: "Der Europark hat in den vergangenen 20 Jahren gezeigt, dass ihm Kunst und Kultur ein echtes Anliegen ist." Warum also nicht auch "Stille Nacht"?

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