Kultur

"Stille Nacht" wurde erstmals in Gebärdensprache übersetzt

"Stille Nacht" wurde in über 300 Sprachen übersetzt - und jetzt erstmals auch in jene der Gehörlosen. Das Projekt ist Teil einer Ausstellung im Sigl-Haus in Sankt Georgen.

"Überall ist zu lesen, in wie viele Sprachen das Lied schon übersetzt wurde. Allerdings haben wir hier im Salzburger Land eine parallele Sprachkultur - die der Gehörlosen", erklärt Kustodin Hiltrud Oman die Idee hinter der Gebärdenversion des Weltklassikers "Stille Nacht". So wurde das Lied in jenem Land, in dem es ursprünglich entstanden ist, nun auch in Gebärdensprache übersetzt. Reinhard Grobbauer vom Gehörlosenverband Salzburg hat den Text gebärdet. Die Gitarrenbegleitung übernahmen Gabriele und Wolfgang Guttmann. Das Ergebnis sehen Sie im Video oben. Das Projekt wurde vom Land Salzburg aus Geldern der Volkskultur gefördert.

Das Lied ist Teil der Ausstellung "Stille Nacht heute - das Auge hört mit!", die am Sonntag im Sigl-Haus in Sankt Georgen bei Salzburg eröffnet wurde. Dafür haben zeitgenössische Künstler ihre Gedanken rund um "Stille Nacht" gemalt, gedichtet, geformt oder komponiert. Ziel der Ausstellung sei es, das Thema "abseits des Kommerzes" zu behandeln, erklärt Hiltrud Oman: "Wir wollten die Botschaft des Liedes - die Stille und das Zur-Ruhe-kommen - verwirklichen."

Die Ausstellung ist jeweils von 14 bis 17.30 Uhr im Sigl-Haus in St. Georgen zu sehen. Ebenso an den Wochenenden 8./9., 15./16 und am 22. Dezember, sowie am Sonntag, 30. Dezember, und Sonntag 6. Jänner.

Quelle: SN

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