Kultur

Systeme und Subjekte: Werke aus Sammlungen im MdM

"Systeme und Subjekte" heißt eine Ausstellung im MdM, in der das Haus neuerlich Arbeiten aus den Dauerleihgaben der Sammlung Generali Foundation sowie der Sammlung Map zeigt und mit Werken aus dem hauseigenen Bestand kombiniert.

Systeme und Subjekte: Werke aus Sammlungen im MdM SN/michaela hessenberger
MdM-Kuratorin Beatrice von Bormann.

Wie die neue MdM-Kuratorin Beatrice von Bormann erklärte, treffen in "Systeme und Subjekte" konzeptuelle Arbeiten auf die klassische Moderne.

Zu sehen ist "Systeme und Subjekte" unüblich lange, und zwar von Samstag bis zum 3. Mai 2015. Die Künstlerliste, die bei der Pressevorbesichtigung am Freitag präsentierte wurde, ist lang und prominent. Die 200 Arbeiten stammen von Max Beckmann, Harun Farocki, Bruno Gironcoli, George Grosz, Anselm Kiefer, Franz West, Heimo Zobernig und vielen mehr.

Von Kiefer etwa stammt eine Reihe (für Kiefers Verhältnisse) kleiner Arbeiten in schwarz und weiß, während sich Farocki unter dem Werktitel "Arbeiter verlassen die Fabrik" mit sozialpolitischer Gewalt im Film beschäftigt hat und Loops mit Ausschnitten von Klassikern von Charly Chaplin, Fritz Lang oder Marlon Brando parallel auf Bildschirmen präsentiert.

Anna Oppermann hat die vielleicht opulenteste Arbeit dieser Ausstellung kreiert. "Spiegelensemble" hat sie ihre verspielte und heimelig angeordnete Collage von Fundstücken, Objekten, Zeichnungen, Texten, Grafiken, Fotos und Alltagsgegenständen genannt. Museumschefin und Ko-Kuratorin Sabine Breitwieser sagte, "wir sind besonders froh, diese Arbeit im Haus zu haben und zeigen zu können."

Heimo Zobernig hat eine Arbeit namens "Ohne Titel" beigesteuert. Sie besteht aus einer Reihe von lackierten Stehtischen aus Metall und Pressspanholz, die so gut wie jeder Teilnehmer der Pressebesichtigung für normale Tische gehalten und irrtümlich zum Ablegen der Unterlagen missbraucht hat. Witzig-verspielt wirkt ein Objekt von Andreas Siekmann, der einen Plattenspieler mit kleinen Spielzeugfiguren präpariert hat, die beim Drehen des Tellers, ihre Flügel flattern oder Arme fuchteln lassen. Herausragend auch die kritisch-surrealen Grafiken aus der Mappe "Mein Vorurteil gegen diese Zeit" von Karl Rössing aus dem Jahr 1932. Rössings Werke stammen aus jenen Urbeständen des MdM, die aus dem Besitz des umstrittenen Sammlers Friedrich Welz 1983 dem Rupertinum vermacht wurden, womit ein inhaltlicher Grundstein zum MdM gelegt wurde.

Insgesamt spannt die "Drei-Sammlungen-Schau" einen Bogen vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Die thematische Klammer dieser Zusammenstellung von Werken erschließt sich allerdings nicht so einfach, auch wenn im Bezug zu den konzeptuellen Installationen auf die physikalischen, ökonomischen und sozialen "Systeme" verwiesen wird. Auch die unter "Subjekte" subsumierten Menschenbilder prägen die Performance dieser Ausstellung nur peripher. Die zweite Ebene des Hauses soll auch in Zukunft für die partielle Präsentation der Sammlung Generali Foundation reserviert bleiben.

Quelle: APA

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