Kultur

Talentschau setzt heuer auf Volksmusik

Fünf Tage im Februar präsentieren sich Salzburgs Talente bei "prima la musica". 30 Ensembles wollen ins Finale des SN-Volksmusikpreises.

Der Egger Dreigsang machte bei „prima la musica“ 2016 auf sich aufmerksam. SN/prima la musica/neumayr
Der Egger Dreigsang machte bei „prima la musica“ 2016 auf sich aufmerksam.

Im Winter mag Öster- reich eine Skination sein. Aber als Kulturnation ist die Alpenrepublik unabhängig von Jahreszeiten - und traditionsreicher. Aber auch eine Kulturnation braucht Nachwuchs. Die Leistungsschau heißt "prima la musica". Österreichweit stellen sich hochtalentierte Musiker einer Jury.

Der Salzburger Landesbewerb findet von 21. bis 25. Februar in der Universität Mozarteum statt. 350 junge Musiker zwischen 6 und 21 Jahren treten in den Solowertungen Streich-, Tasten- und Zupfinstrumente sowie Gesang und in den Kammermusikwertungen Holz- und Blechbläser sowie offene Besetzungen an.

Vor zwei Jahren hat sich "prima la musica" auch der Volkskultur geöffnet - ein Glücksgriff. 120 Musikanten haben sich heuer für die Kategorie "Volksmusikensembles" angemeldet. Diesen 30 Gruppen gehört das Wochenende am 24. und 25. Februar.

Die Besten werden zum Alpenländischen Volksmusikwettbewerb nach Innsbruck reisen.

"Dorthin schicken wir deshalb auch jüngere Ensembles, damit sie Erfahrung sammeln können. Und sie sollen ein schönes Erlebnis mit nach Hause nehmen", sagt Rupert Pföß.

Der Musikpädagoge ist Vorsitzender der Jury mit Roswitha Meikl, Bernhard Strobl und Hans Auer. Die Expertenrunde entscheidet zudem am 24. und 25. Februar darüber, wer ins Finale des SN-Volksmusikpreises kommt. Erstmals haben auch die Jugendensembles des "prima la musica"-Bewerbs die Gelegenheit dazu - eine große Neuerung in der 20-jährigen Geschichte des Wettbewerbs.

Auch Volksmusiker werden grundsätzlich nach den allgemeinen Jury-Richtlinien bewertet. "Das betrifft die künstlerische Gesamtleistung", sagt Pföß.

"Doch in der Volksmusik muss auch das musikantische Spiel erkennbar sein. Die Kinder müssen das verstehen, was sie spielen. Alles muss ganz selbstverständlich wirken - ein b'sonderer Zwick halt. Das schaffen aber oft auch Studierte nach 10 Jahren nicht."

Dabei hat gerade im Mozarteum vor 25 Jahren eine wichtige Zäsur für die Salzburger Volksmusik stattgefunden. Harald Dengg hat damals das Studium für Instrumente wie Hackbrett, Harmonika und Zither eingeführt. "Wir ernten jetzt die Früchte. Man merkt, dass Lehrer und Schüler auch in der Volksmusik professioneller arbeiten", betont Pföß. Natürlich dürfe gerade in der Volksmusik nicht nur Technik zählen: "Deshalb ist das Spielen im Wirtshaus so wichtig."

Übrigens: Auch im Mozarteum ist bei "prima la musica" Publikum willkommen.

Quelle: SN

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