Kultur

Theater um neues Straßentheater

Ein Auftragswerk beschert Salzburger Kulturvereinigung interne Kritik.

Künstlerischer Leiter Thomas Heißbauer, kaufmännische Leiterin Josefa Hüttenbrenner und Präsident Hans Schinwald freuen sich auf die neue Konzertsaison der Salzburger Kulturvereinigung.  SN/skv/neumayr/leo
Künstlerischer Leiter Thomas Heißbauer, kaufmännische Leiterin Josefa Hüttenbrenner und Präsident Hans Schinwald freuen sich auf die neue Konzertsaison der Salzburger Kulturvereinigung.

Es geht um eine Adventkomödie im Hochsommer. Die Salzburger Kulturvereinigung hat bei Stephan Lack ein Stück in Auftrag gegeben, das vom Salzburger Straßentheater am 19. Juli aus der Taufe gehoben werden soll. Dagegen regt sich interner Widerstand.

"Das Stück ist eine Polit-Komödie, die sich aber nicht gegen politische Parteien richtet, sondern gegen die Kirche", kritisiert Vizepräsident Heinz Erich Klier. Der langjährige Leiter der Institution kündigt an, dieses Stück verhindern zu wollen.

Das sei gar nicht mehr möglich, kontert Präsident Hans Schinwald. Das Stück sei vom Präsidium per Mehrheitsbeschluss abgesegnet worden, es werde zur Uraufführung und weiteren 40 Vorstellungen in Stadt und Land Salzburg kommen.

Weniger Einwände gibt es gegen das Programm für die Konzertsaison 2019/20, das erstmals vom neuen künstlerischen Leiter Thomas Heißbauer erstellt wurde. "Die Musik steht im Zentrum unseres Tuns", sagt Heißbauer. Insgesamt neun Abo-Zyklen bescheren dem Publikum die Erstbekannschaft mit Orchestern aus Island, Galizien und Schottland. Die Solistenriege umfasst Hochkaräter wie Julia Fischer, Elisabeth Leonskaja, Renaud Capucon oder Martin Grubinger.

Als "Festival der Vielfalt" begreift der neue Leiter die Salzburger Kulturtage im Oktober: Willi Resetarits wird mit der Camerata "morbid-erotische" H.C.Artmann-Vertonungen von Herb Berger interpretieren, TV-Cineast Frank Hofmann gestaltet mit dem Mozarteumorchester ein Hollywood-Programm. Klezmer-Legende Giora Feidman und Musik-Kabarettist Aleksey Igudesman steuern weitere Farben bei, Ex-"Jedermann" Cornelius Obonya liest Trakl.

Mit 88.000 Besuchern im Vorjahr seien die Zahlen stabil, sagt Geschäftsführerin Josefa Hüttenbrenner. Künftiges Publikum will die Salzburger Kulturvereinigung mit Schüler- und Lehrlingskonzerten sowie starken Ermäßigungen für Unter-27-Jährige anlocken.

Thomas Heißbauer hat auch eine eigene Vortragsreihe für junges Publikum namens "Musik:Kaleidsokop" entwickelt, zudem soll eine ClassicLounge die Jugend nach den Konzerten in die SZENE locken. Ältere Semester erwartet ein Reisevortrag mit Weinverkostung.

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