Kultur

"Trans-Europa-Express" beim Festival "Take The A-Train" in Salzburg

In Zeiten sich wieder schließender Grenzen will das Salzburger Musikfestival "Take The A-Train" bei seiner dritten Auflage von 14. bis 17. September einen Kontrastpunkt setzen und mit dem Motto "Trans-Europa-Express" Grenzen niederreißen.

 SN/robert ratzer

Bei 40 Konzerten an vier Tagen werden rund 250 Musiker an 20 verschiedenen Spielstätten rund um den Salzburger Hauptbahnhof auftreten.

Bei der Programmpräsentation am Freitag machten die Organisatoren Andreas Neumayer und Markus Rauchmann keinen Hehl daraus, dass nicht die ganz großen Namen und Zugpferde das Festival ausmachen sollen, was bei einem Gesamtbudget von rund 60.000 Euro auch gar nicht möglich wäre. "Aber wir bieten viele Dinge, die es genau einmal gibt, und dann nie wieder", wies Rauchmann auf den Charme der Veranstaltung hin. So wird beispielsweise das inzwischen international gefragte Duo Manu Delago (Hang) und Christoph Pepe Auer (Bassklarinette) am Sonntag (17. 9.) ein Sonnenaufgangskonzert mit Panoramablick über den Dächern Salzburgs (in den Räumlichkeiten einer Tanzschule) geben.

Eine der wichtigsten Salzburger Musikerinnen beim Festival ist die Sängerin Nigrita.

Musiker aus sechs verschiedenen Ländern auf einer Bühne

Ganz dem Motto getreu gestaltet sich der Hauptact des ersten Tages im Jazzit, wenn beim Konzert des Barcelona Gypsy Balkan Orchestra Musiker aus sechs verschiedenen europäischen Ländern gemeinsam auf der Bühne stehen werden. Auch eine Zugfahrt über die Grenze nach Freilassing in die Lokwelt zu einem Konzert des Sugar Daisy's Hot Club soll Europas Grenzenlosigkeit aufzeigen.

Scheibsta & Die Buben werden nicht nur am Freitag auf der Hauptbühne am Bahnhofsvorplatz zu hören und sehen sein, sondern auch bei einstündigen Fahrten im Obus am Samstagnachmittag. Erstmals angeboten wird im Rahmen des Festivals auch eine Stadtteil-Führung durch das Salzburger Bahnhofs-Viertel, und schlaflos soll es in der "Not-Schlaf-Session" mit der Ostbeatbend & Gästen in einem Lager der Caritas in einem ehemaligen Supermarkt zugehen. Bei diesem nächtlichen Programmpunkt kocht die Volxküche des Jugendzentrums MARK auf, Spenden werden für die Notschlafstelle der Caritas gesammelt.

Mehr als die Hälfte der 40 Konzerte können gratis besucht werden, die teuersten Karten werden für die Konzerte im Jazzit mit 25 Euro an der Abendkasse aufgelegt. Schwierig wird es, wenn man die Veranstalter nach dem Publikumszustrom fragt, vermischt sich doch in der Umgebung des Hauptbahnhofs das klassische Publikum mit Laufkundschaft. Rund 10.000 dürften es im Vorjahr aber gewesen sein, schätzt Rauchmann.

Quelle: APA

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