Kultur

Video: Che Guevara im Salzburger Rupertinum

Er ist der am meisten abgebildete Mensch der Welt: Ernesto "Che" Guevara. Ihm und den Bildern der Revolution in Kuba ist im Salzburger Rupertinum eine Fotoausstellung gewidmet.

Erkennen Sie den Mann auf dem ersten Bild? Nein, es ist nicht George Clooney in einer neuen Nespresso-Filiale. Es ist auch kein Banker von Lehmann Brothers. Es ist ein Revolutionär namens Che Guevara. In Anlehnung an Herrn Clooney könnte man sagen: Who else?

Che, die Ikone. Che, der Popstar. Der deutsche Liedermacher Wolf Biermann verglich ihn gar mit Jesus. In seinem Lied über den "Commandante", fußend auf der Komposition von Carlos Puebla, heißt es: "Der rote Stern an der Jacke. Im schwarzen Bart die Zigarre. Jesus Christus mit der Knarre - so führt dein Bild uns zur Attacke." Das Porträt mit Zigarre zeigt Che vor der Abreise in den Kongo 1965. Es ist die Momentaufnahme eines Revolutionärs auf Dienstreise. Er hat den Geist des kubanischen Aufstands mit im Handgepäck - und einen Pass, ausgestellt auf Ramón Benítez.

Das Bild stammt wie alle anderen der Ausstellung aus der Sammlung Christian Skrein. Der in St. Gilgen lebende Fotograf und manische Bildersammler trug 4500 Fotografien der kubanischen Revolution zusammen. Darunter auch einen von Alberto Korda beschnittenen Originalabzug des legendären Che-Porträts, das als Poster millionenfach in Studenten-WGs hing. Es entstand am 5. März 1960 bei der Trauerfeier für die Opfer einer Explosion auf dem Frachter "La Coubre" im Hafen von Havanna. Das Schiff brachte Waffen für die Revolutionäre. Die CIA jagte es in die Luft.

2011 stellte das Getty Museum in Los Angeles 60 Fotos aus der Sammlung Skrein aus. Die Schau wurde von 290.000 Besuchern gestürmt. In Salzburg sind 150 Fotos zu sehen. Sie zeigen entscheidende Phasen der Revolution in einer sehr einprägsamen fotografischen Sprache, lassen aber auch propagandistische Tricks erkennen.

So wurden etwa Szenen aus der Sierra Maestra nachgestellt. Dort hatten sich fern der Kameras von 1956 bis 1959 die Kräfte der Revolution gesammelt. Auch bei Aufnahmen, die den Einzug der Revolutionäre in Havanna zeigen, gab es offenbar nachträglich ein Fotoshooting mit der Devise: "Pimp my revolution." Das Original war den Propagandisten offenbar zu bieder.

Che Guevara. Bilder einer Revolution. Fotografien der Skrein Photo Collection, Museum der Moderne, Rupertinum Salzburg, bis 3. Februar 2013.



Quelle: SN

Aufgerufen am 20.07.2018 um 09:00 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/video-che-guevara-im-salzburger-rupertinum-5506528

Serbe in Salzburg wegen Scheinehen angezeigt

Serbe in Salzburg wegen Scheinehen angezeigt

Drei Hochzeiten und zwei Scheidungen: Ein 27-jähriger Serbe, der in Salzburg wohnt, heiratete seit Oktober 2015 drei Mal. Jetzt hat die Polizei den Mann angezeigt. Sie vermutet, dass es sich um Scheinehen …

"Klassische Hilfsarbeit gibt es nicht mehr"

"Klassische Hilfsarbeit gibt es nicht mehr"

Die Arbeitslosigkeit ist seit 30 Monaten rückläufig. Doch nicht alle profitieren von der Konjunktur. Jacqueline Beyer ist die neue Landesgeschäftsführerin des AMS Salzburg. Die 43-Jährige erzählt, was ihre …

Arbeit auf vier Tage blocken

Arbeit auf vier Tage blocken

Dem 12-Stunden-Arbeitstag kann Bernhard Höllinger (27) durchaus etwas abgewinnen. Eigentlich heißt er Josef Bernhard Höllinger, aber alle rufen ihn Bernhard. Der 27-Jährige wuchs in Maxglan auf und sitzt seit …

Schlagzeilen