Kultur

Stadt Salzburg zeichnete Karl Harb für sein Lebenswerk aus

Am Montagabend zeichnete der Kulturfonds der Stadt Salzburg den 65-jährigen Journalisten für das aus, was die Jury als "großes und von anerkannter Qualität getragenes Engagement als Kritiker und Berichterstatter für Kultur, insbesondere Musik", würdigt.

"Musik löst Emotion aus, obwohl sie eigentlich die flüchtigste Kunstform ist. Im Moment des Erklingens ist sie schon verklungen", sagt Karl Harb. Seit 41 Jahren lässt der Kulturredakteur die Leser der "Salzburger Nachrichten" an der "Magie des ersten Augenblicks, wenn ein Vorhang in eine andere Welt aufgeht", teilhaben. Er fühle sich dabei nicht als Kritiker, sondern "als Kulturvermittler und Brückenbauer".

Am Montagabend zeichnete der Kulturfonds der Stadt Salzburg den 65-Jährigen für das aus, was die Jury als "großes und von anerkannter Qualität getragenes Engagement als Kritiker und Berichterstatter für Kultur, insbesondere Musik", würdigt. Er habe "Maßstäbe für einen qualitätsvollen Kulturdiskurs" gesetzt. Dafür erhielt er den Anerkennungspreis für das Lebenswerk.

Der gebürtige Grazer ist seit 1978 Redakteur der "Salzburger Nachrichten". Deren Kulturseiten sind ohne Beiträge Karl Harbs ebenso kaum vorstellbar wie Salzburger Festspiele ohne seine Premierenkritiken und Konzertberichte. Er hat in einem Genre Virtuosität erreicht, das zum Schwierigsten im Kulturjournalismus gehört: Er übersetzt musikalische Erlebnisse in Sprache. Karl Harb tut dies mit allen journalistischen Tugenden, die den "Salzburger Nachrichten" zur Ehre gereichen: kritisch, unbestechlich, begeisternd, mit Liebe zum Metier.

Seine überragende Kompetenz im Genre Musiktheater wird über die Grenzen Österreichs hinaus geschätzt. Als leidenschaftlicher Opernreisender berichtet er über Produktionen in ganz Europa, und er kürt als Jurymitglied der Zeitschrift "Opernwelt" auch die herausragenden Regisseure, Dirigenten und Sänger des Jahres. Für und mit Hans Landesmann hat Karl Harb das Buch "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" geschrieben.

Der Preisträger ist großzügig: Karl Harb kündigte an, die 10.000 Euro Preisgeld je zur Hälfte an die Salzburger Straßenzeitung "Apropos" und an die Stadtbibliothek Salzburg zu spenden - etwa für Leseförderprogramme: "Denn was nützt die beste Zeitung, wenn man sie nicht verstehen kann, weil die Kulturtechnik des Lesens nicht beherrscht wird?"

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