Kultur

Stark wie Pippi Langstrumpf - so fühlt man sich jetzt im Salzburger Spielzeugmuseum

Am Samstag startet eine Sonderausstellung über Astrid Lindgrens Heldin in Strümpfen. "Pippi Langstrumpf" wird bis 3. Oktober 2021 zu sehen bzw. zu erleben sein.

In die Welt der Pippi Langstrumpf eintauchen - wem würde das nicht gefallen? Das Spielzeugmuseum lässt die Heldin in Strümpfen ab Samstag in einer zwei Jahre dauernden Sonderausstellung lebendig werden. Die Besucher können sich vor Ort verkleiden und in die Rolle von Pippi, einem Piraten oder von Tommy und Annika schlüpfen und dabei Pippis Vater, dem Kapitän der "Hoppetosse", genauso begegnen wie dem Affen "Herrn Nilsson" und dem Pferd "Kleiner Onkel". Dass es dabei auch genug zu tun gibt, etwa eine Flaschenpost von der Insel Taka-Tuka wegzuschicken oder sich (natürlich verkehrt herum) in Pippis Bett zu legen, versteht sich von selbst. Und weil in Pippis Welt nichts normal ist, mussten die Handwerker - sie haben unter anderem den Limonadenbaum, die "Hoppetosse" und die Villa Kunterbunt mit ihren schrägen Dachschindeln und schiefen Fensterläden gebaut - vorsichtshalber bei Kuratorin Karin Rachbauer-Lehenauer nachfragen, was sie denn überhaupt gerade montieren sollten. "Wo gelten welche Regeln und welche darf man brechen? Jeder hat das Gefühl, mal unpassend zu sein. Und die Pippi bekommt das ja auch mit, wenn sie aus der Rolle fällt. Die Geschichten von Pippi Langstrumpf haben 1945, als sie in Schweden erstmals erschienen sind, polarisiert, und das ist bis heute so geblieben", sagt Rachbauer-Lehenauer. Unverändert ist aber auch die Faszination, die das kleine, widerspenstige Mädchen mit den abstehenden roten Zöpfen seither auf alle Generationen ausübt.

Eine Besonderheit der Ausstellung ist die Geschichte von Emma Reuff, einer jungen Frau aus Deutschland. Von ihr stammen die 700 Pippi-Langstrumpf-Objekte, die der Museumsverein erworben hat und die nun zum Teil zu sehen sind. Als Mädchen musste Emma Reuff wegen starker Kopfschmerzen oft mehrere Tage in einem abgedunkelten Zimmer verbringen. So wie Autorin Astrid Lindgren für ihre 1941 an Lungenentzündung erkrankte Tochter Karin die Geschichten von Pippi erfunden hat, bekam Emma Reuff diese Geschichten als Mädchen an den langweiligen Tagen im Zimmer vorgelesen. So wurde sie zum leidenschaftlichen Pippi-Fan.

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