Kultur

Volkskulturpreis 2017: Zeigen, wie "cool" in Salzburg die Volkskultur ist

Der erste Widerspruch schon nach drei Wörtern? Denn, kann Volkskultur "cool" sein und soll sie es auch? Die Antwort: Unbedingt. Das wird in Salzburg dutzendfach unter Beweis gestellt.

Tracht und Tradition. Blasmusik und Schützen. Aperschnalzer und Reitergruppen. Sie prägen Salzburg. 354 Heimatvereine gibt es. Mit 26.000 Aktiven. Zählt man die Schützen (109 Kompanien, 5700 Aktive) und die Blasmusikkapellen dazu (147 und 8000 Musikerinnen und Musiker), ergibt das die unglaubliche Zahl von fast 40.000.

Aber da ist noch mehr. Initiativen etwa, die im Stillen blühen. Die lokal wunderbare Arbeit verrichten. Junge an der Hand nehmen und im Sinne von Gustav Mahler agieren.

Von dem stammt das Zitat: "Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers." Deshalb sind all jene, die für ihre Sache "brennen", heuer wieder eingeladen, ins Scheinwerferlicht zu treten. Indem sie sich bewerben. Und zwar im Rahmen des Salzburger Volkskulturpreises. Der wird, ebenfalls als ein Stück guter Tradition, gemeinsam vom Land Salzburg, den "Salzburger Nachrichten" und der Kurt-und-Felicitas-Vössing-Stiftung alle zwei Jahre verliehen.

Kultur-Landesrat Heinrich Schellhorn (Grüne) sagt dazu: "In der Volkskultur spiegeln sich auf kleinstem Raum viele unterschiedliche regionale Traditionen. So viele Menschen es gibt, so viele persönliche Heimaten gibt es, und so viele unterschiedliche Zugänge dazu. Das hält die Volkskultur lebendig, jung und vielfältig. Das gibt ihr die Kraft und das Selbstbewusstsein, auch immer wieder neue Impulse aufzunehmen." Und weiter: "Jede Beteiligung ist ein Dokument der Vielfalt und damit wertvoll."

Rückblick: 2015 gingen der Hauptpreis und damit 6000 Euro an das Bramberger Obstprojekt. Um den Reichtum und die Vielfalt alter Apfelsorten zu erhalten, die Bedeutung des Apfels für die regionale Wirtschaft und Kulturlandschaft im Bewusstsein zu verankern und einen Impuls für neue Produkte zu geben, gründeten der Pinzgauer Kulturverein Tauriska und der Obst- und Gartenbauverein Bramberg das Bramberger Obstprojekt. Eine moderne Obstpresse wurde in Betrieb genommen, 10.000 Bäume wurden in der Region gepflanzt und viele Schulprojekte gestartet. Den Förderpreis für die Pinzgauer Volkslieder des Franz Lackner erhielten Salzburger Volksliedwerk und Salzburg Museum. Und Mariloise Jordan aus Fusch wurde für ihr künstlerisches Lebenswerk gewürdigt.

Information und Anmeldung

www.volkskulturpreis.at

www.salzburgervolkskultur.at


Der Salzburger Volkskulturpreis
wird alle zwei Jahre vergeben. Er teilt sich in einen Hauptpreis (6000 Euro) und zwei Förderpreise (je 3000 Euro). Eine unabhängige Jury bewertet die eingereichten Projekte.


Bewerben können sich
Einzelpersonen, Initiativen, Gruppen oder Vereine. Es gibt auch die Möglichkeit, für den Preis vorgeschlagen zu werden. Die Projekte sollten in den letzten zwei Jahren entstanden und realisiert worden sein.


Eine Bewerbung kann
erfolgen für "maßgebliche Impulse gelebter Volkskultur, mit besonderem Jugendschwerpunkt, zur Stärkung der Gemeinschaft, zur Förderung kultureller Vielfalt für wissenschaftliche Arbeiten über regionale Kulturarbeit".


Der Bewerbung beizulegen
sind Informationen zur Person, zum Verein, zur Gruppe, eine Projektbeschreibung, Fotomaterial, Presseberichte (falls vorhanden). Bewerbungen richten Sie bitte bis 21. April 2017 an: Land Salzburg Referat Volkskultur und Erhaltung des kulturellen Erbes; Postfach 527, 5010 Salzburg;
z. H. Lucia Luidold, Tel.: 0662/80 42-26 15; Fax: 0662/80 42-26 12;
E-Mail: volkskultur@salzburg.gv.at

Die Überreichung der Preise erfolgt im Rahmen eines Festakts im Saal der "Salzburger Nachrichten" am 29. Juni, 19 Uhr, durch LR Heinrich Schellhorn, Geschäftsführer der "Salzburger Nachrichten", Maximilian Dasch, und Bernhard Strobl (Vössing-Stiftung).

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