Kultur

Vordringen zum Wesen des Menschen

Am Freitag, 10. August, ist "Arc en Ciel" mit einem Chansonabend im Kleinen Theater zu Gast.

Bernadette Schartner hat sich der Liedkunst des Chansons verschrieben. Sie lässt tief in die Figuren blicken.  SN/sw/wkphoto, johann wimme
Bernadette Schartner hat sich der Liedkunst des Chansons verschrieben. Sie lässt tief in die Figuren blicken. 

Chansons haben etwas Ursprüngliches, Erdiges, aber auch Intimes. Das Lyrische Ich gibt darin seine Gefühle preis, erzählt Geschichten, die das Leben schrieb. Wer genau hinhört, lernt etwas über den Menschen. Bernadette Schartner, Sängerin der Salzburger Formation Arc en Ciel (frz. Regenbogen), taucht im aktuellen Programm "Wenn das alles ist ..." in die Tiefe des Chansons ein. Dabei hat ihr nicht zuletzt Wolfgang Pillinger, der über 30 Jahre lang eine Klasse für Musiktheater an der Universität Mozarteum leitete, geholfen. Denn Schartner wollte nicht einfach Chansons singen, sondern diese auf der Bühne darstellen. Deshalb hat sie Pillinger als Regisseur engagiert, erzählt die in Aigen lebende Sängerin. "Es gelingt ihm auf besondere Weise, in die Inhalte und Figuren hineinzugraben. Pathos hat keinen Platz, es geht immer um das Eigentliche, das Wesentliche. Ob ich das Mädchen, den verzweifelt Ringenden, die verlassene Geliebte oder den Clown darstelle - wir kommen zum Punkt", sagt Schartner. Das Programm folge einem dramaturgischen Aufbau, es sei nicht bloß eine Aneinanderreihung einzelner Lieder.

Ein Pillinger führt Regie,
der andere spielt Klavier

Begleitet wird ihre Performance von ihrem langjährigen musikalischen Partner Johannes Glaser am Akkordeon und von Johannes Pillinger am Klavier.

Die Bühne bedeutet Schartner, die einst am Mozarteum Gesang studierte und heute als Gesangslehrerin tätig ist, sehr viel: "Auf der Bühne bin ich glücklich. Ich kann mich in einer Lebendigkeit erleben, die in dieser Art im Alltag kaum möglich ist. Bühne ist für mich immer wieder eine ekstatische Erfahrung." Die Stimme und damit unser Körper sei das schönste und intimste Instrument. "Das macht das Singen auch störanfällig, aber es ist einfach ein wunderbarer Ausdruck der Persönlichkeit."

Von technischer Verstärkung hält Schartner nichts, den Saal im Kleinen Theater füllt ihre ausdrucksstarke Stimme auch so. Und im intimen Rahmen der Kleinkunstbühne fühlt sich die Sängerin am wohlsten. Zu erleben sind Arc en Ciel dort im Rahmen des Sommertheaters am 10. August, 20 Uhr.

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